Jedes Jahr im November ist der Meteorstrom (oder auch Sternschnuppenstrom) namens Leoniden zu beobachten. Dieses Himmelsereignis zählt zu den aktivisten Meteorschauern 2026. Das Erscheinen der Leoniden geht auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurück, der seine abgesplitterten Trümmer entlang der Bahn verstreut hat. Ihren Namen haben die Leoniden vom Sternbild des Löwen (Leo), in dem sich der Radiant des Sternschnuppenstroms befindet.
Termine der Leoniden 2026: Zu welchem Datum erscheinen sie?
Beginn der Leoniden-Aktivität ist am 6. November, das Ende am 30. November 2026. Das Maximum der Sichtbarkeit liegt in der Nacht vom 17. auf den 18. November.
Höhepunkt bei den Leoniden 2026
Das Aktivitäts-Maximum der Leoniden ist jedes Jahr in der Nacht vom 17. auf den 18. November zu beobachten. Die Sternschnuppen sind dabei mit einer geozentrischen Geschwindigkeit von bis zu rund 72 Kilometer pro Sekunde (etwa 250.000 km/h) außerordentlich schnell, wenn sie in die Erdatmosphäre eindringen. Ihr hohes Tempo rührt daher, dass die Kometen-Partikel sich entgegengesetzt zur Bewegung der Erde um die Sonne durch den Raum bewegen. Die relativen Geschwindigkeiten addieren sich also.
Die ZHR (= Zenithal Hourly Rate) bestimmt, wie viele Leoniden eine Person unter standardisierten Bedingungen beobachten kann. Der Wert ist einem ständigen Wandel unterworfen. Früher war der Leonidenstrom deutlich aktiver als heute - die Menschen sahen damals den November als "Sternschnuppenmonat" an. Inzwischen ist die Trümmerwolke weit gestreut, sodass der Strom normalerweise ein schwach ausgeprägtes Maximum besitzt. Es lohnt sich also, speziell dieses Jahr Ausschau zu halten – danach wird es wieder dünner. Nur alle 33 Jahre sorgt die besondere Konstellation für ein herausragendes Leoniden-Spektakel. Es gab schon Jahre mit einer ZHR von angeblich 200.000 - zum Beispiel 1833. Für 2026 rechnet die Website StarWalk mit 15 sichtbaren Meteoren pro Stunde.
Wann und wo ist die beste Sichtbarkeit der Leoniden 2026?
So viel vorab: Man muss beim Zählen sehr aufmerksam schauen - bei einer Viertelmillion Kilometer pro Stunde kann man schon mal durcheinander kommen.
Ihren Höhepunkt erreichen die Leoniden in der Nacht vom 17. auf den 18. November 2026. Der Mond geht noch vor Mitternacht unter und beeinchträchtigt dann die Sichtbarkeit der Leoniden nicht weiter.
Allerdings bedeckten in den vergangenen Jahren sehr oft Wolken den Himmel in der Nacht vom 17. auf den 18. November. Spielt das Wetter mit, suchen Sie sich am besten einen Platz weit entfernt von Siedlungen oder anderen Lichtquellen, damit die Lichtverschmutzung Ihre Sicht so wenig wie möglich beeinträchtigt. Achten Sie auch darauf, dass sich keine Lichtquellen zwischen Ihnen und den Leoniden befinden. Den Ursprung der Leoniden finden Sie im Sternbild Löwe.
Leoniden 2026: Was sind eigentlich Sternschnuppen?
Sternschnuppen entstehen, wenn kleine Objekte in die Atmosphäre der Erde eindringen und dort wegen der Reibung mit Luftmolekülen verglühen. Die weithin sichtbaren Leuchtstreifen stammen dabei aber nicht von den verglühenden Staubkörnchen, sondern von den Luftmolekülen: Die schnellen kosmischen Geschosse übertragen nämlich einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die daraufhin das Licht aussenden.
Ursprung der Bruchstücke (der Fachbegriff lautet "Meteoroide") sind häufig Kometen, die diese Teilchen entlang ihrer Bahn um die Sonne verstreuen. Die überwiegende Zahl der kosmischen Partikel ist ziemlich klein, von Staubkörnchen bis etwa Tennisballgröße. Gerät die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne in eine solche Trümmerwolke, entwickeln sich Sternschnuppen-Schauer. Den einzelnen Lichtstreif bezeichnen die Astronomen auch als "Meteor".
Die wohl auffallendsten Meteorströme der Gegenwart sind die Perseiden Mitte August und eben unsere Leoniden im November. Manchmal ist ein Teilchen so groß, dass es nicht komplett verglüht, sondern auf die Erde fällt. Dann nennen wir es Meteorit.