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Machen Spinnen Winterschlaf?

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Machen Spinnen Winterschlaf?

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    Auch für Spinnen wird es im Winter ungemütlicher. Manche von ihnen verziehen sich deshalb in warme Verstecke – manche haben eine andere Strategie.
    Auch für Spinnen wird es im Winter ungemütlicher. Manche von ihnen verziehen sich deshalb in warme Verstecke – manche haben eine andere Strategie. Foto: picture-alliance/dpa (Symbolbild)

    Vielen fällt es auf, wenn die Temperaturen sinken: Im Haus und in der Wohnung sind plötzlich viel mehr Spinnen als noch vorher. Die Zitterspinne oder die Hauswinkelspinnen sind laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) Beispiele für Spinnenarten, die wir als Hausspinnen bezeichnen, weil sie gerne bei uns Unterschlupf suchen, wenn es draußen ungemütlich für sie wird. Aber nicht alle Spinnenarten überwintern bei uns im Warmen. Was machen die Spinnen, die draußen Minusgraden ausgesetzt sind? Machen Spinnen etwa Winterschlaf? Die Antwort erfahren Sie hier.

    Auch interessant: Bei genauem Hinsehen lassen sich selbst bei Minusgraden aktive Insekten finden. Dafür haben manche Tiere einen besonderen Trick entwickelt. Der Gedanke, Spinnen im Schlaf zu essen, treibt Arachnophobiker in den Wahnsinn. Deshalb fragen sich viele, was wirklich dran ist.

    Wohin verschwinden Spinnen im Winter?

    Laut NABU Baden-Württemberg suchen sich die Spinnen nach der Paarungszeit, wenn die Temperaturen sinken und die Luftfeuchtigkeit steigt, ein sicheres Winterquartier. In der Natur gehören dazu Laubhaufen, Zwischenräume zwischen Steinen und Holz. Deshalb kann man sie in der Nähe der Zivilisation dann bei uns an Wänden, in Ecken, Kellern und Garagen finden. Eigentlich, sagt der NABU-Experte Robert Pfeifle, seien die Tierchen im Haus sogar nützliche Helfer: „Spinnen im Haus helfen uns als fleißige Insektenfänger.“ Allerdings könnten manche Spinnen bei zu viel trockener Heizungsluft in der Wohnung vertrocknen und sterben. Deshalb rät der NABU dazu, Spinnen im Wohnraum im Winter doch lieber behutsam nach draußen zu setzen. Empfohlen wird dafür ein Staubwedel oder Glas, um die Spinnen beim Transport nicht zu verletzen.

    Übrigens: In einer Höhle haben Forschende den vermutlich größten bekannten Spinnennetz-Komplex der Welt aufgespürt. Er bedeckt eine Fläche von über 100 Quadratmetern. Außerdem: Die Veränderliche Krabbenspinne ist sehr klein und wird uns Menschen nicht gefährlich. Trotzdem fragen sich viele, ob sie uns auch in Deutschland begegnet.

    Halten Spinnen Winterschlaf?

    Spinnenarten, die draußen überwintern, können wegen einer besonderen Überlebensfunktion auch Minusgraden standhalten: Sie verfallen in eine Kältestarre oder Winterstarre. So ähnlich wie beim Winterschlaf mancher Säugetiere verfallen wechselwarme Tiere wie Reptilien, Insekten und Spinnen laut der Tierschutzorganisation WWF in eine Starre, die sie vor der Kälte schützt. Das heißt: Ihre Körpertemperatur sinkt mit den tiefen Temperaturen, dabei senkt sich auch der Herzschlag und die Atmung ab und die Gliedmaßen werden unbeweglich. Geschützte Orte müssen Spinnen im Winter daher nicht nur wegen des Temperaturschutzes aufsuchen, sondern auch, weil sie nicht mehr schnell auf Feinde reagieren können. Sobald es wärmer wird, endet die Kältestarre der Spinnen.

    Auch interessant: Immer wieder gibt es Meldungen von Spinnenfunden in deutschen Supermärkten. Von den sogenannten „Bananenspinnen“ ist nur eine lebensgefährlich für Menschen. Außerdem: Ihr Anblick löst Gänsehaut aus: Die größte Spinne der Welt hat sich ihren Namen redlich verdient. 

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