Es ist eine Rolle mit Geschichte. Kommissar, Hund, ein längst kultiges Format. Seit 1994 ermittelt „Kommissar Rex“ – zunächst mit Tobias Moretti, später mit Gedeon Burkhard. Nun bekommt die Reihe ein neues Gesicht: Maximilian Brückner. Früher „Tatort“-Kommissar, jetzt an der Seite des berühmtesten Polizeihundes des Landes. Mit der Neuauflage von „Kommissar Rex“ feiert der Schauspieler diesen Mittwoch in München Premiere. Und nichts an ihm wirkt gespielt. Seine Figuren bleiben nahbar, unaufgeregt. Vielleicht hat das auch mit den zwei Welten zu tun, in denen er lebt – hier das Set, dort das Leben auf dem Hof, mit Alltag und Nähe.
Zwischen „Kommissar Rex“ und Zenzmühle: Das Leben von Maximilian Brückner
Die Zenzmühle am Chiemsee ist Brückners anderes Leben neben der Schauspielerei. Hier lebt er mit seiner Frau, zwei Kindern, Eltern und Geschwistern. Das Anwesen hat er selbst entdeckt und mit viel familiärer Eigenleistung zum Mehrgenerationenhaus gemacht. Was nach Idyll aussieht, ist vor allem ein Kraftakt, den er nicht allein stemmt. Die Brückners sind viele. Eine Familie, die mit anpackt, die mitwächst. Die Mühle ist ein Gemeinschaftsprojekt, das sie gemeinsam aufgebaut haben.
Als Ältester von acht Geschwistern ist Maximilian Brückner im oberbayerischen Riedering bei Rosenheim aufgewachsen – in einer bürgerlichen Familie. Sein Vater arbeitete als Rechtsanwalt. Wege entstehen hier nebeneinander, auch vor der Kamera. Sein Bruder Florian zum Beispiel war zuletzt als Meister Eder in der Neuauflage von „Meister Eder und sein Pumuckl“ zu sehen.
Vom „Tatort“ bis „Hindafing“: Die Karriere von Maximilian Brückner
Geboren 1979 in München, gehört Maximilian Brückner zu den festen Größen im deutschen Fernsehen und steht auch auf der Bühne. Einem breiten Publikum wurde er als Saarbrücker „Tatort“-Kommissar Franz Kappl bekannt, später folgten Auftritte in historischen Stoffen, Dramen und Serien wie „Hindafing“, in denen er sich ebenso selbstverständlich bewegt wie im klassischen Krimi. Eindeutige Figuren interessieren ihn dabei weniger. Ihn reizt, wie eine Figur gebaut ist, was sie antreibt, wo sie brüchig wird.
Es ist genau das, was auch seine neue Rolle prägt. Kein Kommissar, der alles im Griff haben muss. Sondern einer, der sich einlässt, der auch mal gegenhält, der Nähe zulässt. Auch mit Rex geht es nicht um Kontrolle, sondern um Vertrauen – zwei eigenwillige Charaktere, die nun ab 13. April in Sat.1 zusammenarbeiten.
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