Sie wollte diesen Job unbedingt. Und sie hat ihn bekommen: Michelle Hunziker verriet bereits im vergangenen Jahr in Barbara Schönebergers Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“: „Den ESC in Basel würde ich sofort moderieren.“ Nun ist sie sozusagen auf dem Gipfel ihrer beruflichen Laufbahn angelangt: Der im Tessin geborene TV-Star wird durch das Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest führen – nach Angaben des Schweizer Senders SRF gemeinsam mit der schweizerisch-deutschen Kabarettistin Hazel Brugger und der Schweizer Fernsehmoderatorin und Sängerin Sandra Studer.
Zuletzt sang Hunziker auch selbst immer wieder mal im Fernsehen
Mit Musik hat die bald 48-Jährige, die an der Seite Thomas Gottschalks „Wetten, dass..?“ moderierte, schon seit längerer Zeit zu tun, nicht zuletzt war sie einmal mit Italiens bekanntestem Schmusesänger Eros Ramazzotti verheiratet. Zuletzt hat sie auch selbst immer wieder mal im Fernsehen gesungen. Ob mit Giovanni Zarrella oder mit ihrer Tochter Aurora, dem gemeinsamen Kind mit Ramazzotti. Die Kritiken waren durchwachsen, aber beim Eurovision Song Contest Mitte Mai singen ja andere.
Schon beim ESC 2022 hatte Hunzikers Name ganz oben auf der Liste der möglichen Moderatoren gestanden. Damals fand der größte Musikwettbewerb der Welt in Turin statt. Da die Moderatorin sowohl einen Schweizer als auch einen italienischen Pass hat, wäre sie infrage gekommen. Auch, weil das ehemalige Model, das am Freitag Geburtstag feiert, grundsätzlich viele Voraussetzungen dafür mit sich bringt. Sie spricht fließend Englisch, Französisch und Niederländisch und hat sowohl in Deutschland als auch in Italien große Fernsehshows präsentiert.
Hunziker gab am Montagmorgen auf Instagram erste, zarte Hinweise bezüglich ihres neuen Jobs. Zu einem Video aus dem Zug schrieb sie: „Sie reisen in die Schweiz, um ...“ Unterwegs ist sie da unter anderem mit ihrer Stylistin, sie trägt eine Lesebrille und liest in ihren Unterlagen. Ein weiterer Mitreisender möchte in dem Clip wissen, wo sie denn nun genau hinfahre. Hunziker dazu wortkarg: „Da gibt es nicht viel zu sagen.“
In Basel auf der ESC-Bühne werden neben Hunziker mit Hazel Brugger (31) und Sandra Studer (55) zwei weitere starke Frauen stehen. Das Trio wird am 17. Mai gemeinsam vor erwarteten 160 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern an den Bildschirmen durch das ESC-Finale in der Basler St. Jakobshalle führen. Studer und die in Deutschland lebende Brugger werden zudem noch je ein Halbfinale präsentieren.
Sandra Studer hat die größte ESC-Erfahrung
Letztere kennen viele aus der ZDF-„heute-show“. 2020 gewann sie den Deutschen Comedypreis als „Beste Komikerin“. Sängerin Sandra Studer hat dagegen die meiste ESC-Expertise: Sie trat 1991 für die Schweiz an. Damals erreichte sie den fünften Platz. „Zusammen zu moderieren, braucht ja Energie, und das hat bei uns sofort geklappt“, sagte Hunziker lobend über das ESC-Trio. Nach Angaben der Schweizer ESC-Hauptverantwortlichen Moritz Stadler und Reto Peritz standen die Moderatorinnen seit Wochen fest. Die drei reisten sogar schon gemeinsam durch die Schweiz, etwa zu Fototerminen, und blieben unerkannt. Und dann sind da ja noch Mélanie Frémont und Sven Epiney. Die Moderatoren werden Gastgeber für 36.000 Zuschauer beim Public Viewing im Stadion des FC Basel neben der St. Jakobshalle, in der der ESC veranstaltet wird, sein sowie die Punkte für die Schweiz bekannt geben.
Der non-binäre Sänger Nemo hatte die Megashow im vergangenen Jahr in Malmö für das Land gewonnen und damit in die Schweiz geholt. Nach derzeitigem Stand nehmen 38 Länder teil. Tickets sind ab Ende Januar erhältlich.
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