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Wichtige Urlaubsroute Richtung Adria: Jahrhundertealter Alpenpass bald für immer geschlossen?

Urlaubsroute Richtung Adria

Jahrhundertealter Alpenpass bald für immer geschlossen?

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    Der Plöckenpass ist eine Passstraße in den Karnischen Alpen und verbindet das Gailtal in Österreich mit dem italienischen Friaul. (Archivbild)
    Der Plöckenpass ist eine Passstraße in den Karnischen Alpen und verbindet das Gailtal in Österreich mit dem italienischen Friaul. (Archivbild) Foto: IMAGO / Eibner Europa

    Die gute Nachricht geht einher mit warnenden Worten. Am Freitag, dem 22. Mai, soll der zuletzt für mehrere Monate gesperrte Plöckenpass wieder für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen freigegeben werden.

    Nach Angaben des ÖAMTC, dem österreichischen Pendant des ADAC, zunächst mit „Ampelregelung und wechselseitigen Anhaltungen“.

    Pünktlich zu den Pfingstferien in Deutschland ist eine wichtige, mautfreie Urlaubsroute Richtung Adria also wieder geöffnet – doch die Frage ist, wie lange noch?

    Alpenpass zwischen Österreich und Italien bald für immer geschlossen?

    „Sollte es zu einem weiteren großen Felssturz kommen, könnte Italien den Plöckenpass endgültig aufgeben“, betonte Stefano Mazzolini, der Vizepräsident der Region Friaul, im Interview mit der Kronenzeitung. Zwar habe Italien bereits 30 Millionen Euro in die Sanierung der bestehenden Straße gesteckt, die Hängen seien jedoch weiter instabil und „die Berge arbeiten ständig weiter“. Die Lage sei „sehr ernst“.

    Hintergrund ist ein schwerer Felssturz im Dezember 2023, der die Straße schwer beschädigte. Seither ist der Plöckenpass, der das Gailtal in Kärnten mit der Region Friaul in Italien verbindet, immer wieder wegen Sanierungsarbeiten gesperrt.

    Nun wird seit einiger Zeit versucht, eine langfristige Lösung zu finden. Ein Scheiteltunnel wird diskutiert. Ein Großprojekt, das laut dem Land Kärnten mit einer Bauzeit von vier Jahren und geschätzten Kosten von 530 Millionen Euro nicht einfach zu stemmen ist. Doch Mazzolini drängt auf baldige Maßnahmen. „Wenn wir jetzt nichts tun, riskieren wir irgendwann die komplette Aufgabe des Plöckenpasses“, warnt er.

    Plöckenpass: Wichtige Urlaubsroute Richtung Adria

    Die knapp 30 Kilometer lange Passstraße ist die einzig ausgebaute Straßenverbindung über die Karnischen Alpen mit Gipfeln wie Hohe Warte (2.780 Meter), Pfannspitze (2.678 Meter) oder dem Trogkofel (2.279 Meter).

    Der Plöckenpass ist keine Transitachse wie der Brenner oder die Tauernroute, bei Reisenden Richtung Adria aber dennoch sehr beliebt, da er mautfrei ist und stark befahrene Autobahnen umgeht. Besonders für die Region ist er entsprechend touristisch und daher auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Gerade bei Motorradfahrern ist die kurvige Strecke äußerst beliebt. Auch unter Bergsportlern gilt die Region als reizvoll.

    Plöckenpass: Jahrhundertealter Pass mit großer Vergangenheit

    Zudem blickt der Plöckenpass auf eine lange Geschichte zurück und diente bereits in der vorrömischen Zeit als Alpenübergang. Noch heute finden sich auf der Route entlang der antiken Römerstraße Via Julia Augusta die Ruinen der von Julius Cäsar errichteten Stadt Julium Carnicum aus dem Jahre 50 vor Christus.

    In die Debatte um mögliche bauliche Eingriffe im historisch sensiblen Gebiet haben sich längst auch Umweltschützer eingeschaltet. „Natürlich müssen wir die Natur schützen“, entgegnet Mazzolini, doch im Sinne der Menschen, Unternehmer und des Tourismus habe ihn auch aus der Bevölkerung der Wunsch erreicht, „Bitte bauen“. Wer glaube, man könne in den Bergen komplett ohne Infrastruktur leben, liege falsch. Sein klares Fazit: „Mit Blumen und Steinen allein kann man keine Zukunft aufbauen.“

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