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Österreich-Vignette für 10 Tage: Kann man sie hier bald nicht mehr kaufen?

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Österreich-Vignette für 10 Tage: Kann man sie hier bald nicht mehr kaufen?

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    Die Klebe-Vignette für Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen gehört bald der Vergangenheit an.
    Die Klebe-Vignette für Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen gehört bald der Vergangenheit an. Foto: Andrei Antipov, stock.adobe.com (Archivbild)

    Wer mit dem Auto nach Österreich oder Italien fährt, braucht auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen meist eine Vignette – für viele Urlauber ist die 10-Tages-Vignette der Klassiker. Bislang gibt es sie sowohl als Klebe-Vignette als auch digital zu kaufen. Doch das soll sich ändern: Ab 2027 will Österreich komplett auf die digitale Vignette umstellen. Viele fragen sich deshalb, ob man die 10‑Tages‑Vignette dann unterwegs noch spontan „vor Ort“ kaufen kann – etwa an Mautstellen, Tankstellen oder in Trafiken. Hier erfahren Sie, wo die Vignette aktuell erhältlich ist, was sich im nächsten Jahr ändert und welche Kosten anfallen.

    Österreich-Vignette für 10 Tage: Wo kann man sie aktuell kaufen?

    Wie die österreichische Regierung auf ihrer Webseite informiert, können 10-Tages-Vignetten aktuell entweder als Klebe-Vignette oder digitale Vignette erworben werden. Die Klebe-Vignette ist:

    • an ASFINAG-Mautstellen sowie
    • bei ASFINAG-Vertriebspartnern – zum Beispiel Trafiken, ÖAMTC, ARBÖ, ADAC – erhältlich.

    Zur Erklärung: Die ASFINAG ist die Betreibergesellschaft Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft. Die digitale Vignette kann:

    • online im ASFINAG-Mautshop,
    • über die ASFINAG-App und
    • bei autorisierten Online-Vertriebspartnern erworben werden.
    • Außerdem ist sie auch an ASFINAG-Mautstellen, ASFINAG-Verkaufsautomaten, bei ÖAMTC/ARBÖ/ADAC sowie an ausgewählten Tankstellen und Trafiken erhältlich.

    Gut zu wissen: Beim Kauf einer digitalen 10-Tages-Vignette lässt sich der Start der Gültigkeit entweder auf sofort oder auf ein späteres Datum im Vignettenjahr festlegen.

    10-Tages-Vignette für Österreich: Kann man sie bald nicht mehr analog kaufen?

    Während man sich im Jahr 2026 noch zwischen digitaler und Klebe-Vignette entscheiden kann, gilt das nicht für 2027 und folgende Jahre. Die österreichische Bundesregierung hat nämlich beschlossen, ab dem 1. Februar 2027 komplett auf die digitale Vignette umzusteigen, wie die Betreibergesellschaft ASFINAG mitteilte. Alexander Holzedl, Pressesprecher der ASFINAG, erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Umstellung auf nur mehr die digitale Variante mit dem neuen Vignettenjahr ab dem 1. Dezember 2026 erfolgt. Die Jahresvignette in Klebeform ist aber noch bis zum 31. Januar 2027 gültig.

    Was bedeutet die Umstellung auf die digitale Vignette nun aber für Österreich-Reisende – vor allem Personen, die über keinen Online-Zugang verfügen oder wenn sie es in Vorbereitung auf die Urlaubsfahrt einfach vergessen haben? Ist der digitale Vignetten-Kauf nach wie vor – wie auch bisher bei der Klebe-Vignette – vor Ort an einem Stopp auf der Fahrt nach Österreich möglich?

    Autofahrer sollten sich keine allzu großen Sorgen darüber machen, zukünftig nicht mehr rechtzeitig an die 10-Tages-Vignette und weitere Vignetten zu kommen. Laut ASFINAG werde es „ausreichend Möglichkeiten geben, sich die digitale Vignette auch ‚analog‘ zu kaufen“. Alexander Holzedl erklärte auf Anfrage, dass das Ziel sei, „die digitale Vignette so breit und bequem wie möglich verfügbar zu machen. Wir stellen all unseren bestehenden Vertriebspartnern – etwa Trafiken, Tankstellen, Automobil Clubs und weiteren Verkaufsstellen – die Möglichkeit zur Umstellung auf das digitale Angebot bereit und stehen dabei in engem Austausch.“ Aktuell gebe es die digitale Vignette bereits an 3800 Vertriebspunkten.

    Allerdings könne es vorkommen, dass einzelne Standorte die digitale Vignette vorerst nicht führen. Die Entscheidung liege sowohl beim jeweiligen Vertriebspartner als auch an der „sorgfältigen und stetigen Evaluierung des ASFINAG-Vertriebsnetzes“. Ziel sei es, das Vertriebsstellennetz auf 4500 Verkaufspunkte auszubauen, um ein möglichst flächendeckendes Angebot sicherstellen zu können.

    Darüber hinaus ist die digitale Vignette laut Holzedl jederzeit bequem erhältlich – online im Mautshop, über die Konzessionäre – ADAC, Autopay und Tolltickets – sowie vor Ort an den Mautstellen und mobilen Vertriebsautomaten, insbesondere auf den Zulaufstrecken in Österreich. Zudem finden Kundinnen und Kunden auf der ASFINAG-Website stets eine aktuelle Übersicht der Vertriebspartner, die die digitale Vignette anbieten.

    Österreich-Vignette für 10 Tage: Was kostet sie?

    Laut der Webseite der österreichischen Regierung gelten für die 10-Tages-Vignette im Jahr 2026 folgende Preise:

    • für mehrspurige Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse (zum Beispiel Pkw, leichte Wohnmobile, Kleintransporter): 12,80 Euro
    • für einspurige Kraftfahrzeuge (zum Beispiel Motorräder, Motorräder mit Beiwagen, Kraftfahrzeuge mit drei Rädern): 5,10 Euro

    Damit lohnt sich eine 10-Tages-Vignette preislich für Kurztrips ab zwei Tagen, da eine 1-Tages-Vignette bereits 9,60 Euro für mehrspurige Kfz beziehungsweise 3,80 Euro für einspurige Kfz kostet.

    Wichtig: Die Vignette für Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen gilt nur als ordnungsgemäß entrichtet, wenn vor Fahrtantritt entweder eine gültige Klebe-Vignette korrekt angebracht ist oder eine digitale Vignette für das Kennzeichen registriert wurde, informiert die Regierung. Ein nachträglicher Kauf oder nur das Mitführen zählen nicht. Wer ohne gültige beziehungsweise ohne richtig angebrachte Vignette erwischt wird, muss eine Ersatzmaut zahlen – sonst drohen Strafen von 300 bis 3000 Euro.

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