„Hallo, ich bin der Heino, aber die meisten kennen mich vielleicht.“ Mit diesen Worten von Heino beginnt die Dokumentation „Heino - Karamba, Karacho, Kult!“, deren erste Folge seit dem 13. März 2026 bei RTL+ zu sehen ist. Ab dem 24. März 2026 sollen alle vier Folgen der Heino-Doku bei Vox und RTL+ zu sehen sein. Für die Dokumentation wurde der 87-Jährige bei zahlreichen Auftritten begleitet. Heino zeigt sich vor der Kamera nahbar und spricht über Themen, die er bislang weitgehend gemieden hat. Auch Weggefährten und Anhänger des Schlagersängers kommen zu Wort.
Heino hat einen überraschenden Fan aus der Politik
Im gehobenen Musikeralter erreicht Heino noch ein großes und vielschichtiges Publikum – und zwar an den verschiedensten Orten und in unterschiedlichen Settings. Das wird in der Doku deutlich, in der er unter anderem bei Auftritten beim Elektro-Festival „Parookaville“ 2024 in Weeze (Nordrhein-Westfalen), im Bierkönig am Ballermann Mallorcas und auf einer Bühne vor deutschen Auswanderern in den USA zu sehen ist.
Heino, der in seiner Karriere laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) rund 55 Millionen Tonträger verkauft hat, begeistert auch Menschen, die man eher nicht mit ihm in Verbindung bringen würde. Gregor Gysi ist so ein Mensch, der langjährige Vorsitzende der Linken-Fraktion. In der Doku outet sich Gysi als Heino-Fan. Zwar habe er den Schlagersänger lange als einen „extrem reaktionären Knochen“ wahrgenommen, doch nach einem persönlichen Treffen habe er festgestellt, dass er sich „völlig geirrt“ habe.
Heino setzte in den vergangenen Jahren verstärkt auf die nationale Karte. Seine jüngste Tournee läuft unter dem Namen „Made in Germany“, die Bühne ist dabei mit einer Deutschlandflagge geschmückt, Heino singt bei den Konzerten die deutsche Nationalhymne. Er distanziert sich in der Doku allerdings von dem „Verdacht, ganz weit rechts zu stehen“, wie die dpa schreibt. „Warum soll ich rechts sein, nur weil ich Volkslieder singe?“, bezog er Stellung.
Heino-Doku: Bei zwei Todesfällen wird der Schlager-Star emotional
Eine wichtige Rolle spielt bei der Heino-Dokumentation der Tod seiner Tochter Petra, die im November 2003 im Alter von 35 Jahren starb. Heino hatte die Schreckensnachricht auf dem Kreuzfahrtschiff „Costa Victoria“ ereilt, das gerade abgelegt hatte. „Als wir ausliefen, bekam ich die Nachricht, dass meine Tochter sich das Leben genommen hat“, blickt Heino zurück: „Sie hatte die gleiche psychische Krankheit wie ihre Mutter. Das war das Schlimmste, was ich bis dato mitgemacht habe.“
Heino war auf dem Kreuzfahrtschiff geblieben, nachdem ihn die Nachricht ereilt hatte. „Ich habe das durchgezogen, mir blieb ja nichts anderes übrig. Ich konnte ja nicht sagen, jetzt will ich zurück mit dem Hubschrauber“, erklärt er in der Doku. Auf dem Kreuzfahrtschiff trat er dann schweren Herzens auf. „Meine Tochter hätte auch gewollt, dass ich singe“, glaubt Heino.
Der Tod von Heinos Frau Hannelore, der sich nach 44 gemeinsamen Ehejahren im Jahr 2023 ereignete, wird in der Doku thematisiert. „Es geht mir heute immer noch so wie am Tag, als sie gestorben ist“, wird Heino emotional. Er sei bisher nicht über den Verlust hinweggekommen. „Hannelore war ja wirklich eine hübsche Frau. Und ich war kein Idol männlicher Schönheit. Aber sie hat mich geliebt, vom ersten Tag an, bedingungslos“, sagte Heino.
Trotzdem bezeichnet sich Heino als glücklich. „Es ist ein anderes Glücklichsein. Ich bin dem lieben Gott dankbar, dass er mir so eine Familie geschenkt hat“, erklärt er in der Doku. Der Schlager-Star lebt mittlerweile mit seinem Manager Helmut Werner, dessen Frau und dem gemeinsamen Sohn des Paares in einem Haushalt.
Auch interessant: Heino wurde mit einer Audienz beim Papst eine große Ehre zuteil.
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