Seit über einem Jahrzehnt zählt „The Voice of Germany“ zu den festen Sendeterminen im deutschen TV-Programm. Die Musikshow, deren Übertragungen 2011 starteten, hat sich durch ihr konsequentes Bekenntnis zur künstlerischen Qualität von anderen Castingshows abgesetzt. Im Zentrum steht die Stimme – nicht das Aussehen, nicht die Inszenierung. Die sogenannten „Blind Auditions“, bei denen die Coaches mit dem Rücken zu den Kandidatinnen und Kandidaten sitzen, symbolisieren diesen Anspruch auf Authentizität und Fairness.
Die Jury ist seit jeher prominent besetzt – mit nationalen wie internationalen Stars. Doch Namen wie Mark Forster oder Peter Maffay sind nicht bloß Dekoration. Die Coaches agieren als Mentoren, fördern Talente und begleiten sie auf einem oft entscheidenden Abschnitt ihrer musikalischen Laufbahn. Die Sendung hat sich als Sprungbrett für Karrieren etabliert – nicht zuletzt durch ihre enorme Reichweite und professionelle Inszenierung, die Emotionen nicht nur erzeugt, sondern auch transportiert.
Trotz des Unterhaltungscharakters bleibt „The Voice of Germany“ ein Format, das sich dem musikalischen Kern verpflichtet fühlt. Die Show ist nicht nur ein Quotenbringer, sondern ein kulturelles Ereignis, das Jahr für Jahr neue Stimmen in den Fokus rückt und damit einen Beitrag zur Vielfalt der deutschen Pop-Landschaft leistet.
Mit der neuen Staffel von „The Voice of Germany“ kehrt auch ein vertrautes Gesicht auf die roten Stühle zurück: Nico Santos, einer der erfolgreichsten deutschen Popmusiker der letzten Jahre, nimmt erneut die Rolle des Coaches ein. Wir zeichnen Ihnen hier sein Porträt.
„The Voice of Germany“ 2025: Wer ist Nico Santos?
Zunächst sein Steckbrief in Stichworten, die wir ProSieben verdanken:
- Name: Nico Santos
- Nationalität: Deutschland
- Geburtsort: Bremen
- Alter: 32 Jahre
- Geburtstag: 07.01.1993
- Sternzeichen: Steinbock
- Haarfarbe: schwarz
- Größe: 1,75 m
- Familienstand: verheiratet
Am 7. Januar 1993 also wurde Nico Santos unter seinem bürgerlichen Namen Nico Wellenbrink in Bremen geboren. Als Sohn des Schauspielers und Fernsehregisseurs Egon Wellenbrink und dessen Frau Lisa wuchs er in einem kreativen Umfeld auf. Wenige Monate nach seiner Geburt verließ die Familie Deutschland und ließ sich auf Mallorca nieder – jener Insel, die fortan seine Kindheit und Jugend prägte.
Dort erlernte Santos neben Deutsch auch Spanisch und Katalanisch und entwickelte früh eine Leidenschaft für Musik. Bereits als Kind erhielt er Unterricht in Klavier, Gesang und Tanz. Parallel dazu sammelte er erste Bühnenerfahrungen als Entertainer in Clubhotels, wo er Gäste unterhielt und sein Talent weiter schärfte.
Nach dem Abitur kehrte Santos nach Deutschland zurück und begann ein Studium der Tontechnik in Köln. Seine Eltern förderten ihn von Beginn an: Schon im Alter von fünf Jahren nahm er gemeinsam mit seiner Schwester erste Passagen für ein Kinderhörspiel im Studio seines Vaters auf. Auch öffentliche Auftritte ließen nicht lange auf sich warten – bei Festivals in Spanien stand er bereits als Jugendlicher auf der Bühne.
Nebenbei produzierte Santos eigene Songs und Coverversionen, die er mit einer Kamera aufzeichnete und über YouTube veröffentlichte. Damit legte er den Grundstein für seine spätere Karriere.
„The Voice of Germany“ 2025: Die Songs, die Ehefrau und die nächsten Konzerte von Nico Santos
Im Anschluss an seine Rückkehr nach Deutschland trat Nico Santos bei mehreren Musikproduktionen des Senders ProSieben auf – unter anderem gemeinsam mit Max Mutzke, Aura Dione und Robyn. Im Jahr 2012 formierte er sich mit dem US-amerikanischen Rapper KY zu einem Duo unter dem Namen „KY & Nico“. Die Zusammenarbeit blieb jedoch kurzlebig: Bereits 2013 trennten sich die beiden Künstler wieder.
Seinen ersten musikalischen Achtungserfolg erzielte Santos laut prosieben.de 2014 mit dem Titel „Lucky L“, den er gemeinsam mit dem Produzenten B-Case veröffentlichte. Der Song war eine Hommage an die Comicfigur Lucky Luke und markierte den Beginn seiner professionellen Laufbahn. Im Folgejahr steuerte er mit „Holding On“ einen Beitrag zum Soundtrack der deutschen Komödie „3 Türken und ein Baby“ bei.
2016 gelang ihm mit dem Track „Home“, produziert in Zusammenarbeit mit Topic, der Durchbruch. Das Lied erreichte Chartplatzierungen in Deutschland, Österreich und Australien und etablierte Santos als festen Bestandteil der deutschsprachigen Pop-Landschaft.
In den darauffolgenden Jahren veröffentlichte er weitere Singles, die sich als kommerzielle Erfolge erwiesen. „Rooftop“ und „Safe“ stiegen jeweils in die Top 10 der deutschen Charts auf. Besonders erfolgreich war das Duett „Better“ mit der ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut, das sich über ein halbes Jahr in den deutschen Singlecharts hielt. Am 12. April 2020 wurde „Better“ mit dem Nickelodeon Kids’ Choice Award in der Kategorie „Lieblings-Ohrwurm“ ausgezeichnet – und setzte sich dabei gegen starke Konkurrenz wie „194 Länder“ von Mark Forster, „Hoch“ von Tim Bendzko und „Vincent“ von Sarah Connor durch.
Ein weiteres musikalisches Projekt entstand aus der Zusammenarbeit mit den Rappern Capital Bra und Samra: Der gemeinsame Song „Purple Rain“ wurde veröffentlicht und zeigte Santos’ Vielseitigkeit im Genre-Mix. Bereits 2018 hatte er mit „Streets of Gold“ sein erstes Studioalbum herausgebracht.
Seit 2020 veröffentlichte Santos unter dem Alias „SANTOS“ auch Rap- und Hip-Hop-Kollaborationen, unter anderem mit Sido und erneut mit Samra – ein Schritt, der seine stilistische Bandbreite deutlich erweiterte.
Gibt es 2025/2026 auch Konzerte von Nico Santos? Ja! Er geht auf Tour und präsentiert mehrere Konzerte in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Unter anderem tritt er am 15. November 2025 in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle in Straubing auf, meldet eventim.de. Weitere Auftritte folgen in Lübeck, Hamburg, Berlin, Köln, Oberhausen, Braunschweig, Erfurt, Stuttgart und Frankfurt – die allerdings liegen laut songkick.com bereits im nächsten Jahr.
Und auch in privater Hinsicht ist Erfreuliches zu vermelden: Im Juni 2022 heiratete Nico Santos nach langjähriger Beziehung seine Freundin Aileen – laut prosieben.de ein persönlicher Meilenstein, der auch öffentlich große Aufmerksamkeit erfuhr.
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