„Biber, nehmt euch in Acht! Die Jäger haben den Supermond erobert.“ Mit dieser deutlichen Warnung startet starwalk.space seinen ebenso informativen wie kurzweiligen Beitrag zum Vollmond im November. Was um alles in der Welt bedroht die pelzigen Nager? Keine Sorge, es fallen keine Schüsse – es geht um Namen. Und die sind ja bekanntlich Schall und Rauch, wie wir weiter unten erläutern. Bleiben wir aber zunächst bei den naturwissenschaftlichen Fakten zum November-Vollmond.
Wann ist der Vollmond im November 2025? Und ist es wieder ein Supermond?
Jawohl, der nächste Supermond des Jahres steht ins Haus – und nicht etwa ein x-beliebiger Supermond, sondern sogar der größte des Jahres. Er wird 7,9 Prozent größer und 16 Prozent heller erscheinen als ein üblicher Vollmond. Ein Supermond entsteht, wenn der Vollmond nahe am Perigäum steht – dem Punkt seiner Umlaufbahn, der der Erde am nächsten ist. Dadurch wirkt er am Himmel etwas größer und heller als gewöhnlich. Der Unterschied ist allerdings so fein, dass er mit bloßem Auge meist kaum zu erkennen ist. Dennoch lohnt es sich, den November-Supermond zu beobachten.
Am 5. November erreicht der Mond laut starwalk.space um 14.19 Uhr mitteleuropäischer Zeit (13.19 Uhr GMT) seine Vollmondphase. In diesem Moment befindet er sich in direkter Opposition zur Sonne – die Erde liegt exakt zwischen beiden Himmelskörpern. Diese astronomische Konstellation wird als „Opposition“ bezeichnet. Da sie weltweit zu einem festen Zeitpunkt eintritt, kann es vorkommen, dass der Mond an bestimmten Orten gerade nicht sichtbar ist, weil er sich unterhalb des Horizonts befindet.
Visuell erscheint der Mond jedoch nicht nur in diesem kurzen Moment voll. Bereits in der Nacht davor und auch danach wirkt er für das menschliche Auge nahezu rund. Wer den Vollmond beobachten möchte, sollte die lokalen Auf- und Untergangszeiten beachten. Ein Mondphasenrechner hilft dabei, den exakten Zeitpunkt für den jeweiligen Standort zu bestimmen.
Hier kommen die Mondphasen, die uns ebenfalls von starwalk.space geliefert wurden:
Vollmond: 5. November, 14.19 MEZ (13.19 GMT)
Letztes Viertel: 12. November, 6.28 MEZ (5.28 GMT)
Neumond: 20. November, 7.47 MEZ (6.47 GMT)
Erstes Viertel: 28. November, 7.59 MEZ (6.59 GMT)
Warum heißt dieser Vollmond im November „Jägermond“? Und welche Vollmond-Namen gibt es sonst noch?
Normalerweise nennt man den November-Vollmond „Bibermond“ oder „Nebelmond“, verrät uns starwalk.space. Da er aber in diesem Jahr dem „Erntemond“ folgt, heißt er ausnahmsweise „Jägermond“. Das heißt: Der Jägermond ist nicht an einen festen Monat gebunden. Er bezeichnet den Vollmond, der unmittelbar auf den Erntemond folgt. Die Bezeichnungen variieren übrigens ohnehin je nach Quelle oder geografischem Zusammenhang.
Der Erntemond ist der Vollmond nahe dem Herbstäquinoktium – auf der Nordhalbkugel meist im September oder Oktober, auf der Südhalbkugel im März oder April. Der Jägermond folgt direkt darauf und fällt je nach Jahr auf Oktober oder November (beziehungsweise April oder Mai südlich des Äquators). 2025 trägt der November-Vollmond diesen Namen – zuletzt war das 2020 der Fall, das nächste Mal erst wieder 2028.
Der Name stammt aus der Zeit, als nach der Ernte die Felder leer waren und Jäger bei Mondlicht leicht Wild aufspüren konnten. Der Mond ging früh auf und spät unter, was lange Jagdzeiten ermöglichte.
Schon lange bevor digitale Kalender unseren Alltag bestimmten, halfen traditionelle Vollmond-Namen dabei, das Jahr zu gliedern. Die folgenden Bezeichnungen, die in Deutschland verbreitet sind, wurzeln in alten Bauernkalendern, Naturbeobachtungen und historischen Monatsnamen. Sie spiegeln wider, was in der jeweiligen Jahreszeit auf Feldern, in Wäldern und Gärten geschieht – und erzählen so vom engen Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur. Wie oben schon gesagt: Die Namen sind nicht in Stein gemeißelt.
Fast in allen Monaten gibt es mehrere Bezeichnungen.
Januar: Wolfsmond
Februar: Schneemond
März: Lenzmond
April: Ostermond
Mai: Blumenmond
Juni: Brachmond
Juli: Heumond
August: Erntemond
September: Herbstmond
Oktober: Weinmond
November: Nebelmond
Dezember: Rauhnmond
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