Im Prozess gegen den gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak hat die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe gefordert. Laut Gesetz stehe auf Mord die Todesstrafe, sagte Ankläger Mustafa Suleiman am Donnerstag zum Abschluss seines Plädoyers in Kairo.
Zuvor hatte er erklärt, es lägen handfeste Beweise dafür vor, dass der "tyrannische Führer" Mubarak für tödliche Schüsse auf Demonstranten während des Umsturzes im vergangenen Jahr verantwortlich sei.
Mubarak: Am 11. Februar gestürzt
Mubarak, der am 11. Februar des vergangenen Jahres nach drei Jahrzehnten an der Macht nach Massenprotesten sein Amt aufgeben musste, steht seit August in Kairo vor Gericht. Ihm werden die Anordnung von Gewalt gegen Regierungsgegner sowie Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Bei den Aufständen vor einem Jahr waren rund 850 Menschen getötet worden.
Anklage: Mubarak für Tod von Demonstranten verantwortlich
In seinem Plädoyer betonte Suleiman am Donnerstag, selbst falls Mubarak nicht direkt einen Schießbefehl erteilt haben sollte, sei er für den Tod der Demonstranten verantwortlich. Es sei unmöglich, dass Mubarak nichts von den Vorgängen gewusst habe.
Der Ex-Präsident müsse sich fragen lassen, warum er nicht eingeschritten sei, um die Gewalt gegen Demonstranten zu verhindern. (afp)