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CDU: Debatte um Schavan-Nachfolge entbrannt

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Debatte um Schavan-Nachfolge entbrannt

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    Debatte um Schavan-Nachfolge entbrannt: In der CDU ist angesichts des Rückzugs von Bundesbildungsministerin Annette Schavan aus dem Parteivorstand die Debatte über die Nachfolge entbrannt.
    Debatte um Schavan-Nachfolge entbrannt: In der CDU ist angesichts des Rückzugs von Bundesbildungsministerin Annette Schavan aus dem Parteivorstand die Debatte über die Nachfolge entbrannt. Foto: dpa

    Debatte um Schavan-Nachfolge entbrannt: In der CDU ist angesichts des Rückzugs von Bundesbildungsministerin Annette Schavan aus dem Parteivorstand die Debatte über die Nachfolge entbrannt. Sowohl die baden-württembergische als auch die rheinland-pfälzische CDU beanspruchten am Wochenende einen der vier Stellvertreterposten für sich. Der CDU-Experte und Parteienforscher Gerd Langguth billigte Julia Klöckner aus Rheinland-Pfalz die besten Chancen zu.

    "Brauchen mehr rheinischen Katholizismus in der Bundesspitze"

    Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs, schlug Klöckner als Nachfolgerin für Schavan vor. "Wir brauchen mehr rheinischen Katholizismus in der Bundesspitze, und genau dafür steht Julia Klöckner", sagte Fuchs der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

    Parteienforscher Langguth zeigte sich im "Hamburger Abendblatt" (Montagsausgabe) "sicher", dass Klöckner die Nachfolge von Schavan als Vize-Vorsitzende der CDU antreten werde. Klöckner solle dadurch noch gestärkt werden, denn sie sei "eine aufstrebende Größe in der Partei" und "ernste Konkurrentin" für den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD). Solche Kräfte brauche die CDU.

    Strobl will in Parteispitze

    Für Baden-Württemberg reklamierte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl ein herausgehobenes Amt an der Parteispitze. "Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass Baden-Württemberg als zweitgrößter Landesverband unter den vier stellvertretenden Parteivorsitzenden nicht vertreten ist", sagte Strobl der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe). Ob er selbst für einen Posten als Parteivize kandidiere, ließ er offen.

    Schavan hatte dem "Focus" gesagt, sie werde als stellvertretende CDU-Parteivorsitzende nicht mehr zur Verfügung stehen. "14 Jahre sind genug." Sie wolle aber erneut für den Bundestag kandidieren, da ihre "Lust auf Politik" ungebrochen sei. Mit der Modernisierung der Bildungspolitik sei auf dem letzten Bundesparteitag auch eines ihrer Kernanliegen verwirklicht worden. Daher sei jetzt "der richtige Zeitpunkt" für einen Rückzug aus der Parteiführung.

    Schavan zieht sich zurück

    Parteiintern wurde die Entscheidung Schavans laut "FAS" als "nicht überraschend" bezeichnet. Die 57-Jährige muss sich seit dem Frühjahr 2012 gegen Plagiatsvorwürfe bei mit ihrer Doktorarbeit verteidigen. Sie hatte nach dem Studium der Erziehungswissenschaft, der Philosophie und der Katholischen Theologie in Bonn und Düsseldorf 1980 den Doktortitel erworben. Der Promotionsausschuss der philosophischen Fakultät in Düsseldorf prüft Vorwürfe des Internet-Blogs Schavanplag, nach denen die Ministerin Zitate teilweise nicht ausreichend deutlich gemacht habe. Schavan weist die Vorwürfe zurück.

    Annette Schavan: Seit 1998 stellvertretende Vorsitzende der CDU

    Schavan ist seit 1998 stellvertretende Vorsitzende der CDU und seit November 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung. Sie gilt als enge Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). 2004 war sie als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Johannes Rau im Gespräch, bevor die Wahl auf den damaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Horst Köhler, fiel. Ende 2004, als es in Baden-Württemberg um die Nachfolge von Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) ging, zog sie parteiintern gegen Günther Oettinger den Kürzeren. Laut "FAS" bröckelte der Rückhalt in ihrem Landesverband zuletzt weiter. (afp, AZ)

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