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Corona-Pandemie
07.05.2021

Gesundheitsminister Jens Spahn: "Die dritte Welle scheint gebrochen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz.
Foto: Michael Kappeler, dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt, in drei Wochen könne das Gröbste der Corona-Pandemie überstanden sein. Er warnt aber vor zu schnellen Lockerungen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn macht den Menschen in Deutschland Hoffnung. In drei Wochen könnte seiner Einschätzung nach das Gröbste überstanden sein und die schwersten Eingriffe in die Grundrechte aufgehoben werden. "Die dritte Welle scheint gebrochen", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. "Wenn wir es jetzt schaffen miteinander bis Ende Mai, dann wird das einen entscheidenden Unterschied machen." Der Minister warnte aber davor, wegen der rückläufigen Ansteckungen die Seuchenpolitik jetzt zu rasch zu lockern. "Viele lockern gerade ziemlich viel", sagte Spahn. Großbritannien habe Mitte April das öffentliche Leben bei deutlich geringeren  Ansteckungszahlen wieder zugelassen.   

 

Am Freitag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 18.500 Neuinfektionen. Eine Woche davor waren es rund 6000 mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging damit binnen einer Woche von 153,4 auf 125,7 zurück. Laut RKI-Präsident Lothar Wieler haben die Impfungen mittlerweile einen messbaren Dämpfungseffekt auf die Ausbreitung des Corona-Virus. Über 26 Millionen Deutsche haben mindestens eine erste schützende Spritze bekommen. Das entspricht beinahe einem Drittel der Bevölkerung. Ende Mai könnte die Hälfte geimpft sein.

Alle Erwachsenen können sich mit AstraZeneca impfen lassen

Um das Tempo bei der Massenimpfung aufrecht zu erhalten, haben Bund und Länder die Impfreihenfolge für den Impfstoff von AstraZeneca aufgehoben. Alle Erwachsenen können sich ab sofort in den Arztpraxen das Serum spritzen lassen. Wegen sehr seltener Thrombosen, die nach Impfungen mit dem Impfstoff aufgetreten sind, hat der Ruf des Mittels gelitten. Hausärzte berichten, dass sie ihre Patienten nur sehr schwer von einer Immunisierung mit AstraZeneca überzeugen können. Zusätzlich belastet die Attraktivität des Corona-Gegenmittels, dass der empfohlene Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung 12 Wochen beträgt.

 

Ein Teil der noch Nicht-Geimpften befürchtet deshalb, im Sommer nicht in den Urlaub fahren zu können, weil ein doppelter Impfschutz vorgeschrieben sein könnte. Aus diesem Grund haben Bund und Länder entschieden, dass die Ärzte die zweite Spritze mit AstraZeneca auch mit kürzerem Abstand verabreichen dürfen. Allerdings ist die Wirksamkeit des Serums bei größerem Abstand höher. Spahn sprach dennoch von "zutiefst menschlichen" Gedanken, die sich an Küchentischen im ganzen Land wegen der Ferien gemacht würden. Dem Minister zufolge werden die Arztpraxen nächste Woche 1 Million Einheiten des Impfstoffs erhalten.

 

Die Lage auf den Intensivstationen entspannt sich leicht

Impfungen und die beginnende Eindämmung des Erregers haben außerdem dazu geführt, dass sich die Lage auf den Intensivstationen leicht entspannt. Die Zahl der Corona-Patienten liegt dort mittlerweile um über 200 unter der Marke von 5.000. Trotz dieser Entlastung bleibt die Belastung von Ärzten, Pflegern und Schwestern auf den Intensivstationen hoch. 

 

In Deutschland hat die Pandemie bislang über 84.000 Menschen das Leben gekostet, die durch oder mit dem Erreger gestorben sind. Am Freitag waren 284 neue Todesfälle verzeichnet worden.

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07.05.2021

"zutiefst menschlichen" Gedanken"

Finde ich gar nicht..wir haben eine Pandemie und die Menschen denken an nichts anderes wie Urlaub..das ist echt arm...

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07.05.2021

Wir werden ja auch schon seit Monaten von der sog. 3. Welle überschwemmt. Sie macht nur Platz für die nächste Welle. :-)

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07.05.2021

Eine namentliche, statistische Erfassung der Bürger wäre interessant, die diese Wasserstandsmeldungen und Webewahlveranstaltungen mit kompetent, wichtig und notwendig bewerten.

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07.05.2021

Sehr gut, wo war den eine Welle, der ganze Zinober dient nur einer Maßnahme, das Volk in Angst zu halten, damit sie ihre neuen Gesetze erlassen können.

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