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03.03.2021

Flüchtlingskinder: Das sind Gesichter des Syrienkriegs

Das sind Gesichter des Syrienkriegs
Foto: Muhammed Muheisen

Seit Beginn des Kriegs in Syrien haben Hunderte Kinder ihr Leben verloren, viele wurden entwurzelt. Der Fotograf Muhammed Muheisen dokumentiert ihre Geschichten. Wir zeigen einen Teil seiner Bilder.

12.000 Kinder haben im nun schon zehn Jahre andauernden Syrienkrieg ihr Leben verloren oder wurden verletzt. Alleine 2020 verloren 511 Jungen und Mädchen ihr Leben, 699 erlitten Verletzungen. Diese Zahlen hat Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, am Mittwoch bekanntgegeben. Es sind die verifizierten Zahlen, die Dunkelziffer dürfte erheblich darüber liegen, erklärte Unicef. Die Situation der syrischen Kinder sei nach fast einem Jahrzehnt der Gewalt heute schlimmer als je zuvor.

„Die Kinder in Syrien sehnen sich nach Sicherheit, nach Schulen und einer besseren Zukunft für sich und ihr Land. Doch Not und Entbehrungen sind für sie bis heute zu einem traurigen Dauerzustand geworden. Auch mit dem Abflauen der Gewalt ist eine Atempause für die Kinder nicht in Sicht“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, bei einer Pressekonferenz. „Wir setzen alles daran, Kinder und ihre Familien zu stärken und ihnen insbesondere Zugang zu Bildung und Lernangeboten zu ermöglichen. Denn Bildung ist der Schlüssel für die Rückkehr zu einem friedlichen Zusammenleben.“

Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, setzt sich für eine bessere Zukunft für syrische Kinder ein.
Foto: Dirk Gebhardt, Unicef

Aus Angst vor Tod und Elend ließen seit Beginn des Syrienkriegs Millionen Menschen ihr Zuhause hinter sich und machten sich auf den beschwerlichen Weg in eine vermeintlich bessere Zukunft. Unter den Flüchtenden befanden und befinden sich viele Kinder - zum Teil in Begleitung ihrer Eltern, zum Teil auf sich alleine gestellt. Für viele von ihnen endet der mühsame Weg auf unbestimmte Zeit in der Sackgasse, im Flüchtlingslager: zum Beispiel in Jordanien oder in Griechenland.

Unicef engagiert sich von Beginn des Konflikts an für die Kinder. Es sammelt Spenden, unterstützt vor Ort. Und: Unicef macht immer wieder aufmerksam auf das Leid der Kinder, die weit entfernt von ihrer Heimat, ihrer Familien und ihren Freunden in zum Teil unmenschlichen Bedingungen versuchen, zu überleben - und die Hoffnung nicht aufzugeben.

Zehn Jahre Krieg in Syrien: Unicef zeigt die Gesichter der Kinder

Anlässlich des zehnten Jahrestages des Syrienkriegs veröffentlicht Unicef Porträts von Flüchtlingskindern aus Syrien, die Teil der Bilderreportage "Voices" des Fotografen Muhammed Muheisen sind. In dieser Grafik stellt Muheisen die Porträtierten vor. Klicken Sie auf die Gesichter der Kinder, um zu erfahren, wer sie sind.

(Nutzer unserer App finden die Collage hier)

Der zweifache Pulitzer-Preisträger Muhammed Muheisen dokumentiert seit 2001 große Krisen und Konflikte in Asien, Europa, dem Nahen Osten, Afrika und den USA. Seit über einem Jahrzehnt fotografiert er die Flüchtlingskrise in verschiedenen Teilen der Welt.

Muheisen sagt über seine Intention: "Für mich ist ein Bild nie nur ein Bild – es ist mehr. Es ist eine Geschichte, ein Zeugnis und eine Botschaft aus einem Teil der Welt an den anderen Teil der Welt. Durch meine Fotos werden diese Stimmen gehört und sichtbar."

Muhammed Muheisen dokumentiert seit 2001 große Krisen und Konflikte in Asien, Europa, dem Nahen Osten, Afrika und den USA.
Foto: Muheisen

Eine Arbeit, die an Muheisen nicht spurlos vorbeigeht. Über die zwölf Porträts der syrischen Flüchtlingskinder sagt er: "Ich habe die Hoffnung durch ihre Augen gesehen und Hoffnung ist alles, was sie haben." Er konzentriere sich hauptsächlich auf Kinder, "weil ich glaube, dass Kinder die wahren, oftmals verborgenen Leidtragenden von Konflikten sind. Kinder auf der ganzen Welt haben eines gemeinsam: Sie suchen Spaß, sie suchen Freude, sie suchen Glück. Egal woher sie kommen und unter welchen Umständen sie aufwachsen und leben."

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04.03.2021

Das Schlimme ist, dass Krieg und Terror in diesen Ländern vermutlich niemals enden werden. Ob in Syrien, im Jemen oder sonstwo. Und die Kinder werden immer die Leidenden sein. Weil Erwachsene nicht willens sind, unsinniges Kämpfen einzustellen.

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03.03.2021

Ich glaube, die Kinder haben mehr hinter sich la die Kinder in Deutschland.-

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03.03.2021

Eine scheinheilige Berichterstattung, denn das Problem liegt Vorort im Nahen Osten. Shalom.

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