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Kommentar: Die SPD ist eine zerrissene Partei ohne Aushängeschild

Kommentar

Die SPD ist eine zerrissene Partei ohne Aushängeschild

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    Olaf Scholz (l) und Klara Geywitz treten als Duo für den SPD-Parteivorsitz an und mit ihnen noch 15 andere Bewerber und Bewerberinnen.
    Olaf Scholz (l) und Klara Geywitz treten als Duo für den SPD-Parteivorsitz an und mit ihnen noch 15 andere Bewerber und Bewerberinnen. Foto: Kay Nietfeld, dpa

    Der Weg, den die SPD nun beschreitet, ist der Ausdruck vollkommener Verunsicherung. Sie braucht eine neue Führung, um sich mal wieder zu erneuern. Und nicht weniger als 17 Kandidaten gehen in den Wahlkampf an der Parteibasis in der Hoffnung, in einer Urwahl das nötige Vertrauen zu gewinnen. Die Zeit der Erbprinzen oder -prinzessinnen, auf die eine solche Mammutaufgabe automatisch zuläuft, ist in der SPD vorbei.

    Die SPD braucht mindestens ein oder zwei markante Gesichter

    Die Kandidaten stammen überwiegend aus der zweiten und dritten Reihe. Aber Führung erfolgt auch immer über Personalisierung. Die SPD, ihre Mitglieder und ihre Wähler brauchen wenigstens ein, vielleicht auch zwei markante Gesichter, die als Synonym für die Partei stehen – altmodisch könnte man auch Aushängeschild sagen.

    23 Regionalkonferenzen lang werden nun 17 Kandidaten bei ihrer Präsentation dokumentieren, wie orientierungslos und innerlich zerrissen diese Partei momentan ist. In der zwar ständig von Erneuerung gesprochen wird, aber der nötige Aufbruch nicht gelingen mag, weil sie sich in ihrer Verunsicherung auf keine verlässliche Grundrichtung mehr einigen kann. Es droht ein Gezerre ohne Ende.

    Lesen Sie dazu auch die Analyse: Was macht die AfD so stark?

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