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Kommentar: Schleswig-Holstein zeigt: Schulz-Hype war nur ein Strohfeuer

Kommentar

Schleswig-Holstein zeigt: Schulz-Hype war nur ein Strohfeuer

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    Torsten Albig und Ralf Stegner auf der Wahlparty der SPD.
    Torsten Albig und Ralf Stegner auf der Wahlparty der SPD. Foto: Carsten Rehder, dpa

    Die Wähler an der Küste haben der guten Frühlingsstimmung in der SPD ein jähes Ende bereitet. Wenn die Hochrechnungen zutreffen, hat nicht nur der Ministerpräsident Torsten Albig am Sonntag die Landtagswahl verloren (alle Zahlen und Entwicklungen zur Landtagswahl finden Sie in unserem News-Blog).

    Vor allem ist das Ergebnis eine bittere Schlappe für den vermeintlichen SPD-Heilsbringer Martin Schulz. Es wird immer wahrscheinlicher, dass der anfängliche Schulz-Hype mit dem Aufschwung in den Umfragen Anfang des Jahres nur ein Strohfeuer war.

    Denn im März folgte die Niederlage bei der Landtagswahl im Saarland, wo der Amtsbonus von CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer schwerer wog als der Schulz-Effekt. Und nun könnte sogar ein SPD-Regierungschef, der auf den Rückenwind durch den neuen SPD-Chef setzte, sein Amt verlieren.

    Der Schulz-Zug ist noch nicht entgleist

    Die sozialdemokratischen Verluste werden die Partei nun aus zwei Gründen in Alarmstimmung versetzen. Erstens hat sich Martin Schulz in den vergangenen Tagen noch einmal mit aller Kraft in Schleswig-Holstein eingebracht. Man konnte fast meinen, er stünde selbst zur Wahl.

    Und zweitens setzte es diese Niederlage nicht im Wettstreit mit einem charismatischen Herausforderer. Im Gegenteil. CDU-Kandidat Daniel Günther war nur eine Verlegenheitslösung, die kurzfristig einspringen musste. Seine Kandidatur entsprang vor allem der Not der Küsten-Union, keinen besseren Kandidaten zu haben.

    Dennoch ist es zu früh für einen Abgesang. Der Schulz-Zug ist noch nicht entgleist, wie manche meinen. Dafür ist das Politik-Geschäft zu schnelllebig. Die SPD hat 2017 zwei Wahlen in kleinen Bundesländern verloren. Ein überzeugender Sieg in Nordrhein-Westfalen kommende Woche könnte die Stimmung wieder drehen. Auch wenn momentan wenig dafür spricht.

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