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Kommentar: Um die Deutsche Bahn modern zu machen, braucht es einen Kraftakt

Kommentar

Um die Deutsche Bahn modern zu machen, braucht es einen Kraftakt

Rudi Wais
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    Die Deutsche Bahn ist für viele Menschen keine Alternative.
    Die Deutsche Bahn ist für viele Menschen keine Alternative. Foto: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolbild)

    Als der Sozialdemokrat Georg Leber 1966 neuer Verkehrsminister wurde, startete er mit einem Versprechen in sein Amt: Kein Deutscher sollte mehr als 20 Kilometer von der nächsten Autobahnauffahrt entfernt leben müssen.

    Ein gutes halbes Jahrhundert später müsste Andreas Scheuer eigentlich sagen: Kein Mensch in Deutschland soll weiter als 20 Kilometer von einem Bahnhof entfernt leben müssen – und dort auch Anschluss zu allen Zeiten und in alle Richtungen haben. Von einem solchen Angebot allerdings sind die Deutsche Bahn und die regionalen Bahngesellschaften weiter entfernt als ein Allgäuer Bergbauernhof von der nächsten Autobahnauffahrt.

    Immerhin fährt die Bahn mit Ökostrom

    Bahnfahren ist für viele Normalverdiener zu teuer, der Bau neuer Verbindungen dauert teilweise Jahrzehnte – und ein Teil der Trassen (und der Züge) ist längst in die Jahre gekommen. Die Bahn zu einer modernen, bezahlbaren, allseits akzeptierten Alternative zum Auto zu machen, erfordert daher einen gewaltigen politischen und finanziellen Kraftakt, vergleichbar allenfalls mit den Hartz-Reformen oder dem Kampf gegen die Finanzkrise. Bis dahin leistet die Bahn vor allem einen Beitrag zum Klimaschutz: Sie fährt mit Ökostrom.

    Lesen Sie dazu auch: Warum in Deutschland neue Bahnstrecken 20 Jahre dauern

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