Das erinnert auf erschreckende Weise an die 90er-Jahre: Deutsche Industrie-Unternehmen stehen wieder davor, Produktion in großem Stil nach Osteuropa zu verlagern. Dabei wandern nicht nur einfachere Arbeiten wie einst ab, sondern auch komplexere Produkte samt Teilen der Entwicklung verlassen das Land.
Industrie verlagert nach Osteuropa: Die Entwicklung ist brandgefährlich
Der längst laufende Prozess der Deindustrialisierung droht sich zu beschleunigen. MAN Truck & Bus setzt auf Polen, der Augsburger Roboterbauer Kuka vor allem noch stärker auf Ungarn, Orban hin oder her.
Die Entwicklung ist brandgefährlich, denn der Wohlstand Deutschlands gründete in den vergangenen Jahrzehnten vor allem auf den Erfolgen der Industrie. Das trifft besonders auf Bayern und Baden-Württemberg zu.
Gerade in ländlichen Regionen sind Fabriken ein Segen für Menschen und Kommunen. Sie stehen für Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, eine intakte Gesellschaft und am Ende soziale Sicherheit.
Wohlstand und Demokratie in Bayern durch Abwanderung der Industrie gefährdet
Politikerinnen und Politiker, ob auf Landes- oder Bundesebene, müssen dringend die Standort-Bedingungen verbessern, also unnötige Bürokratie im Schnellverfahren abbauen und für sichere und günstige Energie sorgen.
Industrie-Produktion ist auch ein stabilisierender demokratischer Faktor. Es lohnt sich, für den Erhalt jeder Fabrik zu kämpfen. Wer einen sicheren Arbeitsplatz in seiner Heimat hat, ist meist nicht so anfällig für radikale politische Versuchungen.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren