Für eine persönlich Betroffene, die mit ihren rudimentär ausgeprägten Algebra- und Geometriefähigkeiten in der Schule sämtliche Mathematiklehrer (es waren nur männliche!) zur Kapitulation brachte, hört es sich nach der besten Entschuldigung der Welt an. Es könnte tatsächlich sein, dass die Evolution bei einigen Menschen einfach den Fehler gemacht hat, ihnen gar keine mathematischen Fähigkeiten zu vererben!
Rechnen hat laut der Studie gar nicht so viel mit Bildung zu tun
So zumindest lässt sich für alle verhinderten Mathe-Genies eine Studie aus Bolivien interpretieren. Die hat ergeben, dass Rechnen gar nicht so viel mit Bildung zu tun hat, sondern die Fähigkeit zur Mathematik und zum Zählen den Menschen gewissermaßen angeboren sei. Sagen die Fachleute.
Was die Rechen-Legasthenikerin natürlich gleich zu folgendem wunderbaren Umkehrschluss führt: Diejenigen, die beim Prozentrechnen, beim Wurzelziehen, in der Stochastik und der Parabelberechnung aussteigen, haben einfach nur das Pech, mit verkümmertem Genmaterial zu arbeiten. Sie können gar nicht anders. Ähnlich wie Gorillas, Kapuzineräffchen, Lemure, Delfine und Elefanten. Auch die haben zwar die Fähigkeit, im kleinen Bereich zu zählen, der Satz des Pythagoras erschließt sich ihnen aber genauso wenig wie das Prozentrechnen.
Verbesserungen in Mathe sind allerdings möglich
Natürlich betont die Studie, dass Verbesserungen im mathematischen Bereich durch Weiterbildung, Schulung und soziale Kommunikation möglich sind. Also sei den Lehrern und Lehrerinnen an dieser Stelle gedankt, dass sie sich täglich aufs Neue darin versuchen. Aber es empfiehlt sich auch Verständnis für manche ihrer Schützlinge, die sich im mathematischen Dschungel aufführen wie Gorillas und Elefanten. Es liegt halt einfach nur an den Genen.