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Grönland: Chef der Münchner Sicherheitskonferenz nennt Grönland-Debatte in Davos „Zirkus“ 

Grönland

Chef der Münchner Sicherheitskonferenz nennt Grönland-Debatte in Davos „Zirkus“ 

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    Wolfgang Ischinger, der seit Februar 2025 erneut Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz ist.
    Wolfgang Ischinger, der seit Februar 2025 erneut Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz ist. Foto: Christoph Soeder, dpa

    Donald Trump will Grönland. Der US-Präsident begründet das mit Sicherheitsinteressen der USA und stellt wiederholt klar: Er wolle, dass die USA Grönland besitzen. Es ist von Kaufangeboten die Rede, doch immer wieder suggerieren Regierungsmitglieder, dass die USA auch eine gewaltsame Annexion der arktischen Insel erwägen könnten. Wie geht es weiter in der Grönland-Krise? Die Entwicklungen der vergangenen Tage können Sie hier im Ticker nachlesen.

    Live-Ticker: Wie geht es weiter im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa?

    Das Problem: Grönland gehört zu Dänemark. Und weder Dänemark noch die Bevölkerung auf Grönland – dort leben etwa 56.000 Menschen – wollen, dass die Insel amerikanisch wird. Trump versucht, seinen Willen durchzusetzen und droht mit Zöllen. Und es geht um noch viel mehr: Grönland ist über Dänemark auch Teil der Nato. Sollten die USA eine Militäraktion wagen, würde also ein Nato-Staat einen anderen angreifen – es wäre nach Einschätzung von Expertinnen und Experten das Ende des Verteidigungsbündnisses.

    Die Gründe für das amerikanische Interesse an Grönland sind vielfältig. So ist die Insel tatsächlich von geostrategischer Bedeutung, auch militärisch. Einen US-Militärstützpunkt gibt es allerdings längst auf der Insel. Dänemark und die Nato würden sich verstärkten amerikanischen Aktivitäten zudem nicht verschließen, auch ohne dass die USA Grönland besitzen.

    Grönland ist geostrategisch und wirtschaftlich attraktiv für die USA

    Nun ist die Polarinsel auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten spannend. Es geht einerseits um die Kontrolle von Seewegen: Durch den Klimawandel sind immer größere Flächen im Sommer eisfrei und können für den Seehandel genutzt werden. Grönland birgt zudem eine Menge unerschlossener Bodenschätze, gilt als „Schatzkammer der Arktis“ – auch seltene Erden, Öl und Diamanten könnten durch das Schmelzen des Eises zugänglich werden.

    Schon in seiner ersten Amtszeit brachte Trump die Möglichkeit ins Spiel, Grönland zu kaufen. Dänemark lehnte das ab und der Vorschlag wurde international wenig ernst genommen. Bestrebungen der USA gab es aber schon früher: Während des Kalten Krieges bot der damalige US-Präsident Harry Truman 100 Millionen US-Dollar für Grönland. (jako)

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