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Herrmann fordert mehr Unterstützung für Geflüchtete auf Bayerns Arbeitsmarkt

Asylpolitik

Geflüchtete aus der Ukraine und anderswo: Herrmann fordert mehr Unterstützung auf dem Arbeitsmarkt

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    Polizisten kontrollieren am Grenzübergang Kiefersfelden (Bayern) den aus Österreich kommenden Verkehr. Das Bundesinnenministerium hat zuletzt vorübergehende Kontrollen an allen deutschen Landesgrenzen angeordnet.
    Polizisten kontrollieren am Grenzübergang Kiefersfelden (Bayern) den aus Österreich kommenden Verkehr. Das Bundesinnenministerium hat zuletzt vorübergehende Kontrollen an allen deutschen Landesgrenzen angeordnet. Foto: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

    Die Zuwanderung nach Bayern hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, vor allem durch Geflüchtete aufgrund des Ukraine-Krieges. Seit 2022 sind Tausende Ukrainerinnen und Ukrainer in den Freistaat gekommen, was das Haushaltsbudget, die Bevölkerung und auch den hiesigen Arbeitsmarkt beeinflusst.

    In Bayern beziehen aktuell rund 40.000 arbeitslose erwerbsfähige Ukrainer und Geflüchtete aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern Bürgergeld, so Integrationsminister Joachim Herrmann am Mittwoch gegenüber der Presse in München.

    Bayern: Tausende von Ukrainern auf dem Arbeitsmarkt integriert

    Viele der Neuankömmlinge haben gute Qualifikationen, doch es gibt auch Herausforderungen bei der Anerkennung von Abschlüssen und der Integration in den Arbeitsmarkt. Auf der anderen Seite kann diese Zuwanderung dazu beitragen, den Fachkräftemangel in einigen Branchen zu mildern, wo qualifizierte Arbeitskräfte gesucht werden.

    So ist die Zahl der ukrainischen Staatsangehörigen, die im Freistaat einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, seit der Eskalation in der Ukraine 2022 um rund 25.800 auf 37.500 gestiegen. „Die Menschen mit Fluchthintergrund kommen bei uns langfristig im bayerischen Arbeits­markt an“, so Herrmann.

    Bundesweit sorgte im Frühjahr eine Statistik für Aufsehen, es ging um den Anteil an Erwerbstätigen unter den Flüchtlingen.

    Kein Bürgergeld für neue Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine

    Die bayerische Wirtschaft sieht hierin eine Chance, das Arbeitskräftepotenzial zu erweitern, muss aber auch in Sprachkurse und Qualifizierungsmaßnahmen investieren. „Um diese Menschen in Arbeit zu bringen, muss sich vor allem die Bundesregierung deutlich mehr anstrengen. Der versprochene Job-Turbo muss stärker zünden“, sagt Herrmann. Bayern fordert mehr Personal und Mittel für die Jobcenter, um eine stärkere Betreuung gewährleisten zu können.

    Außerdem möchte Herrmann den neu ankommenden Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine kein Bürgergeld mehr zu zahlen. „Die Motivation, eine Arbeit aufzunehmen und eigenständig für den Lebensunterhalt zu sorgen, würde deutlich steigen, wenn Ukrainern Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zustehen.“

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