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Iran: Wer kann Chamenei beerben?

Iran

Reza Pahlavi sieht seine Zeit gekommen: Kann er den Iran zur Demokratie führen?

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    Reza Pahlavi war zuletzt auch Gast der Münchner Sicherheitskonferenz.
    Reza Pahlavi war zuletzt auch Gast der Münchner Sicherheitskonferenz. Foto: Marijan Murat, dpa

    Sein Name ist in der Vergangenheit öfter gefallen, wenn es um die Frage ging, wer bei einem theoretischen Ende der Mullah-Herrschaft in Iran die Macht übernehmen könnte. Meist war es allerdings Reza Pahlavi selbst, der sich selbst so ins Gespräch brachte. Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien sieht nach Beginn der amerikanisch-israelischen Militäraktion und der gezielten Tötung von Ajatollah Ali Chamenei, des iranischen Staatsoberhaupts und obersten Religionsführers, seine Zeit gekommen.

    „Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten“, schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der Washington Post. Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung frei machen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. „Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf“, schrieb er weiter.

    Reza Pahlavi will den Übergang im Iran leiten

    Pahlavi betonte, dass der Iran nicht die Fehler wiederholen wolle, die dem Irak-Krieg gefolgt seien. „Es wird keine Auflösung von Institutionen, kein Machtvakuum, kein Chaos geben“, schrieb er weiter. „Ein demokratischer Iran würde den Nahen Osten grundlegend verändern und einen der beständigsten Krisenherde der Welt in eine Stütze regionaler Stabilität verwandeln“, zeigte sich Pahlavi zuversichtlich. Ferner stellte er in Aussicht, den Erzfeind Israel „sofort anzuerkennen“.

    Nicht erklärt hat er in seinem Regierungsplan, wie er die Macht übernehmen will. Pahlavi, den sein autoritär regierender Vater, der letzte Schah von Persien, einst zum Kronprinzen ernannt hatte, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA. Während der jüngsten Massenproteste beanspruchte er aus dem Ausland eine Führungsrolle in der zerstrittenen und zersplitterten iranischen Opposition.

    Donald Trump unterstützt ihn offiziell bisher nicht

    In den sozialen Medien hat er sich ein Millionenpublikum aufgebaut. Er gilt inzwischen als eine der einflussreichsten Oppositionsstimmen im Ausland. Auch bei der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar redete er nicht nur im streng abgesicherten Konferenzbereich zu politischen Anführern. Rund 250.000 aus der ganzen Republik angereiste Menschen jubelten ihm auch bei einem Auftritt auf der Theresienwiese zu.

    Doch ob Pahlavi auch die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump hat, ist weiter offen. Er habe mehrere Kandidaten für die Führung des Landes im Blick, sagte dieser dem Sender CBS News auf die Frage, ob es jemanden gebe, den er gerne an der Spitze des Irans sehen würde. Namen nannte Trump aber nicht. (dpa, AZ)

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