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Kommentar: Atomare Abrüstung: Reden muss man, selbst mit Russland

Kommentar

Atomare Abrüstung: Reden muss man, selbst mit Russland

Stefan Küpper
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    Gerade mit Putin muss man über atomare Abrüstung reden.
    Gerade mit Putin muss man über atomare Abrüstung reden. Foto: picture alliance/dpa/Pool Sputnik

    Wenn es um Atomwaffen geht, gilt, was immer galt: Am besten gäbe es keinen einzigen Sprengkopf mehr, hätte es nie einen gegeben. Die USA hätten den Zweiten Weltkrieg in Japan auch ohne den Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki gewonnen. Aber Außen- und Sicherheitspolitik ist knallharte Machtpolitik und dabei spielen Atomwaffen wieder viel massiver eine Rolle. Nicht zuletzt, seit Putin nach der Ukraine-Invasion wenig subtil mit ihrem Einsatz drohte.

    Ganz egal, wer dem Kreml-Herrscher einst im Amt folgt, unabhängig davon, wie die globalen Konfliktlinien verlaufen, es braucht mehr Abrüstungskontrolle. Auch mit China. Die USA haben recht, wenn sie die neue Weltmacht in einen wie auch immer gearteten Vertrag einbeziehen wollen. Wenn sich die etablierten Atommächte nicht beschränken, werden immer mehr Mittelmächte nach der Bombe streben. Und die Welt wird ein noch unsicherer Ort. Auch Deutschland sollte Diskussionen über eigene Atomwaffen unterlassen, zumal es sich vertraglich dazu verpflichtet hat. Die Lösung kann hier immer nur eine europäische sein. Viel besser aber wäre, wenn sehr bald das Fundament für eine Abrüstungsarchitektur geschaffen würde. Deshalb müssen die Atommächte so bald wie möglich reden. Bei einem Atomkrieg gibt es keinen Gewinner.

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