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Kommentar: Heizungs-Populismus: Jetzt zahlen die Kunden die Zeche

Kommentar

Heizungs-Populismus: Jetzt zahlen die Kunden die Zeche

Michael Stifter
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    Heizöl ist noch immer einer der wichtigsten Brennstoffe für Heizungen in Bayern - und einer der teuersten.
    Heizöl ist noch immer einer der wichtigsten Brennstoffe für Heizungen in Bayern - und einer der teuersten. Foto: dpa-tmn

    Wer wissen will, wie Politik nicht funktionieren sollte, findet Antworten im fast schon berüchtigten Heizungsgesetz der inzwischen abgewählten Ampelkoalition. Der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck wollte die Deutschen zu ihrem Glück – und zum Klimaschutz – zwingen. Das war handwerklich nicht gut gemacht und hat die Gemüter dermaßen erhitzt, dass man damit einen ganzen Wohnblock hätte heizen können. Was danach geschah, hat die Sache aber nur noch verschlimmert.

    CSU und FDP lösten einen Boom von Öl- und Gasheizungen aus

    Immer haarscharf an der Populismus-Grenze, und manchmal auch darüber hinaus, wetterten CSU, FDP und andere gegen „Heizzwang“ und Wärmepumpen und polterten in jedem Bierzelt, jeder Talkshow, der Staat habe nichts im privaten Heizungskeller verloren. Das mag ja sogar stimmen. Nur löste die „Meine Heizung gehört mir“-Bewegung (vielleicht unfreiwillig) einen regelrechten Boom für Öl- und Gasheizungen aus, während das Geschäft mit Wärmepumpen abgewürgt wurde und die neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nun auch die Photovoltaik-Branche ausbremst.

    Nun kann man sagen: Der Markt wird das schon regeln. Und natürlich soll jeder selbst entscheiden können, womit er heizt. Zur Wahrheit gehört aber auch: Wer sich in Torschlusspanik oder aus purem Trotz unter dem Eindruck des grassierenden Heizungs-Populismus noch schnell noch eine Öl- oder Gasheizung einbauen ließ, wird schon bald die Zeche dafür bezahlen.

    Die Prognosen fast aller Experten sagen einen massiven Anstieg der laufenden Kosten für Heizsysteme voraus, die mit Öl oder Gas betrieben werden. Zumindest das geht dann nicht auf das Konto von Robert Habeck.

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