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Kommunalwahl Frankreich: Ein Fingerzeig für die Macron-Nachfolge

Gemeinderäte

Extreme Parteien bei der Kommunalwahl in Frankreich im Aufwind

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    Die Kommunalwahlen in Frankreich sind ein Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.
    Die Kommunalwahlen in Frankreich sind ein Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Foto: Jean-Francois Badias/Pool AP/AP/dpa

    Bleibt Paris sozialistisch regiert oder geht es in die Hände der Bürgerlich-Rechten über? Nach der ersten Runde der französischen Kommunalwahlen am vergangenen Sonntag ist in der Hauptstadt weiter alles möglich. Zwar liegt der sozialistische Kandidat Emmanuel Grégoire mit fast 38 Prozent mehr als zwölf Punkte vor der konservativen Ex-Ministerin Rachida Dati. Doch drei weitere Kandidaten erzielten mindestens zehn Prozent der Stimmen und qualifizierten sich für die zweite Runde am nächsten Sonntag.

    Gute Ergebnisse konnte die Partei des Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon erzielen. In Roubaix, Limoges, Toulouse und Lille lagen LFI-Kandidaten in Front. Mélenchon sprach von einem „wundervollen Durchbruch“. Auch in Marseille könnte LFI zum Königsmacher werden. Doch der amtierende sozialistische Bürgermeister Benoît Payan, der nach dem ersten Wahlgang einen leichten Vorsprung vor dem Kandidaten des rechtsextremen Rassemblement National (RN) hat, lehnt eine Allianz mit den radikalen Linken ab. Die Linkspartei kam zuletzt massiv in die Kritik, weil sie sich nicht von der antifaschistischen Gruppe „La Jeune Garde“ distanzierte, deren Mitglieder Mitte Februar in Lyon bei einer Straßenschlägerei einen rechtsextremen Aktivisten getötet hatten.

    Marseille könnte an die extreme Rechte fallen

    Diese Gemengelage könnte dem Rassemblement National (RN) am nächsten Sonntag nicht nur einen Triumph in Marseille bescheren. Auch in Toulon und Nizza, wo der zum RN übergelaufene frühere Chef der konservativen Republikaner, Éric Ciotti, kandidiert, befinden sich die Rechtsextremen in einer Position der Stärke. Parteivize Louis Aliot sieht in Perpignan auf Anhieb, obwohl er ebenso wie die RN-Frontfrau Marine Le Pen im Juli sein Urteil im Prozess wegen Korruption im EU-Parlament erwartet. In vielen anderen Regionalmetropolen wie Lyon, Toulouse oder Straßburg erzielte RN jedoch schwache Ergebnisse, in Paris waren es nur 1,59 Prozent.

    Wie bereits vor sechs Jahren waren die französischen Grünen erneut die Gewinner der Kommunalwahlen. In Lyon liegt der amtierende Bürgermeister klar vorn. Auch in der lange konservativ geprägten Weinstadt Bordeaux führt der grüne Rathaus-Chef Pierre Hurmic erneut.

    Ein Fingerzeig für die Präsidentschaftswahl in Frankreich

    Der frühere Premierminister Édouard Philippe trat in der Hafenstadt Le Havre zur Wiederwahl an. Von einem Sieg machte der Chef der Mitte-Partei Horizons abhängig, ob er bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidiert. Anders als von den Meinungsforschungsinstituten vorhergesagt, liegt er nach der ersten Runde klar vor seinem kommunistischen Herausforderer. Auch das könnte ein Fingerzeig für kommendes Jahr sein.

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