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Krankenhäuser sollen kriegstauglich werden: Bayern fordet Zivilschutzgipfel für Gesundheitssystem

Bedrohungslage

Kliniken sollen kriegstauglich werden: Bayern fordert Zivilschutzgipfel für Gesundheitssystem

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    Bei der Katastrophenschutzübung „Löwenzahn" probte Erlangen vergangenen Mai mit 800 Einsatzkräften den Ernstfall
    Bei der Katastrophenschutzübung „Löwenzahn" probte Erlangen vergangenen Mai mit 800 Einsatzkräften den Ernstfall Foto: Daniel Karmann, dpa

    Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat die Bundesregierung zu einem Bevölkerungsschutzgipfel aufgefordert, um das deutsche Gesundheitssystem rasch auf militärische Krisensituationen und hybride Angriffe vorzubereiten. „Sowohl die Krankenhäuser als auch das gesamte Gesundheitswesen müssen 2026 besser für den Ernstfall gewappnet werden“, sagte die CSU-Politikerin unserer Redaktion. „Dabei geht es zum Beispiel um mögliche Cyberangriffe oder auch um militärische Konflikte“, betonte sie. „Deshalb ist zeitnah ein bundesweiter Gipfel für Gesundheitssicherheit notwendig, an dem alle beteiligten Akteure teilnehmen“, forderte die Ministerin.

    Bayern fordert Medizinvorräte für den Ernstfall

    „Wir brauchen dringend bundesweite Regelungen etwa für eine effiziente Bevorratung von Arzneimitteln, für die strategische Patientensteuerung und für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Krisenfall“, mahnte Gerlach. Sie verwies auf Erkenntnisse des 2025 gegründeten bayerischen Expertenrats zur Gesundheitssicherheit und forderte die Schaffung eines ähnlichen Gremiums auf Bundesebene. Dieses Thema müsse im neuen Jahr von der Bundesregierung rasch angegangen werden, forderte die CSU-Politikerin mehr Tempo bei der Krisenvorsorge.

    Freistaat erstellt mit Bundeswehr Notfallplan für Gesundheitsversorgung

    Gerlach erklärte, dass Bayern bereits mit der Sanitätsakademie der Bundeswehr vereinbart habe, gemeinsam ein digitales zivil-militärisches Gesundheitslagebild zu erstellen, um anhand vorliegender Daten im Ernstfall eine verlässliche Lagebewertung und Patientensteuerung durchführen zu können. Mit rund zwei Millionen Euro würden zudem entsprechende Katastrophenschutz-Übungen an Krankenhäusern finanziert: „In Bayern gab es bereits im Oktober 2025 an einer Klinik in München eine Großübung, bei der es um einen geplanten Anschlag mit einem giftigen Stoff ging“, berichtete Gerlach. „Ziel ist die Verbesserung der Krisenresilienz und die Verzahnung der Akteure vor Ort.“

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