Deutschland soll – als Konsequenz aus dem Krieg in der Ukraine und die dadurch offengelegte Abhängikeit vom russischen Gas – eine unabhängigere Energieversorgung erhalten. Ein Teil davon: Wasserstoff. Doch die Versorgung mit dem Energieträger muss erst aufgebaut werden. Dafür wurde jetzt ein Entwurf vorgestellt. Ein 11.200 Kilometer langes Kernnetz soll den Anfang machen. Nur ein Teil davon muss neugebaut werden. Zu rund 60 Prozent soll das Netz aus umfunktionierten Erdgasleitungen bestehen. Mein Kollege Michael Kerler hat recherchiert, wie viel das Wasserstoff-Kernnetz kosten und wer künftig mit dem Energieträger versorgt werden soll.
Der Tag: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Erwartungen an die laufende Kiewer Offensive gedämpft. "Wir müssen ganz klar - so klar wie möglich - begreifen, dass die russischen Streitkräfte in unseren südlichen und östlichen Gebieten alles ihnen Mögliche tun werden, um unsere Soldaten aufzuhalten", sagte Selenskyj am Freitag in seiner abendlichen Videoansprache. Daher müsse man für jeden Kilometer, den die eigenen Truppen vorwärts kämen und für jeden Erfolg im Kampf dankbar sein, sagte er. Die Aussage ist ein Indiz für die Schwierigkeiten, mit denen das ukrainische Militär bei seiner Offensive konfrontiert ist.
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Die Lage: Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen Mordanschlag auf die Chefredakteurin des Staatsfernsehsenders RT, Margarita Simonjan, verhindert und mehrere Verdächtige festgenommen. Demnach wollten russische Neonazis im Auftrag des Kiewer Geheimdienstes SBU Simonjan, die eine glühende Unterstützerin von Moskaus Krieg gegen die Ukraine ist, und auch die prominente Moderatorin Xenia Sobtschak töten. RT veröffentlichte ein Video, auf dem ein junger Mann in einem T-Shirt mit der Aufschrift Waffen SS behauptet, er habe von Ukrainern den Mordauftrag angenommen. Der demnach 18 Jahre alte Mann, der seinen Namen und sein Geburtsdatum nennt, schildert den angeblichen Tathergang. Bei der geplanten Waffenübergabe sei er von Sicherheitskräften festgenommen worden, sagte er. Der FSB meldet immer wieder verhinderte Attentate und Festnahmen von Verdächtigen, die im Auftrag ukrainischer Dienste Anschläge geplant haben sollen. Überprüfbar ist das nicht von unabhängiger Stelle.
Zitat des Tages:
Yoon Suk-yeol, Präsident von Südkorea, gibt eine Erklärung ab, während Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, zuhört. Der südkoreanische Präsident hat der Ukraine einen Überraschungsbesuch abgestattet.
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