Westliche Experten betrachten die russische Winteroffensive als gescheitert. Moskau habe seine angestrebten Ziele einer vollständigen Einnahme der Gebiete Donezk und Luhansk nicht erreicht, schrieb das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in Washington. Ähnliches verlautbarte das britische Verteidigungsministerium: Unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes sprach die Behörde am Wochenende von einem Scheitern der Offensive in der Donbass-Region.
Unterdessen hat die ukrainische Regierung einen Zwölf-Punkte-Plan für eine „Befreiung“ der Krim veröffentlicht. So solle als Teil der „De-Okkupation“ etwa die Krim-Brücke mit der Auto- und Eisenbahnverbindung zum russischen Kernland abgerissen werden, teilte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Olexij Danilow, am Sonntag auf Facebook mit. Die Vertreter des Machtapparates in Moskau bezeichnete er als „Müll“. Die Atommacht Russland hatte immer wieder gedroht, die Krim mit allen Mitteln zu verteidigen. Zudem warnte Moskau den Westen, Kiew nicht mit Waffenlieferungen zu einer Rückeroberung der Krim zu animieren.
Der Tag: Die britische Regierung hält den Konsum von Alkohol für einen der Gründe hinter der hohen Opferzahl der russischen Streitkräfte in der Ukraine. Während Russland seit Beginn des Angriffskrieges vor gut einem Jahr durch Verletzungen oder Tod bis zu 200.000 Streitkräfte verloren habe, sei eine große Zahl davon auf andere Ursachen als die eigentlichen Kampfhandlungen zurückzuführen, erklärte das britische Verteidigungsministerium am Sonntag unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes. „Russische Kommandeure betrachten den verbreiteten Alkoholmissbrauch wohl als besonders abträglich für die Effektivität der Kampfhandlungen“, hieß es weiter. Anfang der Woche habe ein russischer Telegram-Nachrichtenkanal davon berichtet, dass es eine „extrem hohe“ Anzahl an Vorfällen, Straftaten und Todesfällen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum unter den Streitkräften gebe.
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Die Lage: Angetrieben von zunächst massiv gestiegenen Energiepreisen breitete sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine die Inflation in Deutschland auch auf Lebensmittel aus. Jetzt erschweren weitere Umstände die Produktion zweier Saisonfrüchte: Spargel und Erdbeeren. Es fehlen Saisonkräfte, der Mindestlohn ist gestiegen, die Böden trocken. Landwirt Stephan Seibold erklärt, warum Regionalität Geld kostet – und wie teuer die Inflation Spargel und Erdbeeren macht.
Bild des Tages:
Flughafenmitarbeiter betrachten die ausgebrannten Überreste der Antonow An-225, des größten Frachtflugzeugs der Welt, das während der Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften zerstört wurde, auf dem Antonow-Flughafen am Stadtrand von Kiew.
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Heizungskrach und Verbrenner-Streit: Die Ampel auf dem Weg zur Rumpelkoalition
(mit dpa)
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