Wenn der Krieg in der Ukraine an diesem Samstag in den nun schon 17. Monat geht, müssen sich nicht nur die Menschen zwischen Lemberg und Luhansk auf einen langen Atem einstellen, sondern auch der Westen, schreibt meine Kollegin Margit Hufnagel. Sie fordert in ihrem Kommentar: Bundeskanzler Scholz müsse die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland darauf einstimmen, dass der Westen die Ukraine noch über viele Jahre unterstützen muss. Denn Kiew brauche Waffen. Den ganzen Kommentar lesen Sie hier: Wir brauchen einen langen Atem
Der Tag: In der südukrainischen Stadt Cherson sind laut dortigen Behörden mindestens zwei Mitarbeiter eines städtischen Transportunternehmens durch russischen Beschuss getötet worden. Vier weitere Menschen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, wie die Militärverwaltung auf Telegram berichtet. Die Hauptstadt des gleichnamigen Gebiets Cherson kämpft unter andauernden russischen Angriffen seit Wochen mit den Flutfolgen nach der Zerstörung des nahe gelegenen Kachowka-Staudamms.
Zum Schutz seiner Marinebasis auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim setzt Russland nach Informationen britischer Geheimdienste stärker auf sogenannte Kampfdelfine. Aufnahmen des Hafens von Sewastopol, dem Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte, zeigen, dass sich die Zahl schwimmender Gehege fast verdoppelt habe, teilt das britische Verteidigungsministerium mit. Darin würden höchstwahrscheinlich Große Tümmler gehalten, die feindliche Taucher abwehren sollen.
Der ukrainische Präsident Selenskyj wirft Moskau geplanten Atomterror vor – und fordert die Freigabe des von russischen Truppen besetzten Kernkraftwerks Saporischschja. Vor dem Hintergrund der ukrainischen Atomterror-Vorwürfe gegen Moskau besucht der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, Russland. In der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad trifft der Argentinier mit dem Chef der russischen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow, zusammen, um über die Lage im Kernkraftwerk Saporischschja zu sprechen.
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Die Lage: Die ukrainische Gegenoffensive läuft, und Moskau behauptet, die Ukraine würde dabei nicht viel erreichen. „Lüge“, sagt ausgerechnet Wagner-Chef Prigoschin und erhebt schwere Vorwürfe. Der Chef der russischen Privatarmee hat Russlands Militärführung Lügen und Verschweigen von Fakten über die Lage an der Front in der Ukraine vorgeworfen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow tischten Präsident Wladimir Putin „Blödsinn“ auf, sagte Prigoschin in einer Sprachnachricht bei Telegram. Dies geschehe in der Hoffnung, dass solche „Lügen“ nur schrecklich genug sein müssten, damit Putin sie glaube. Die ukrainischen Streitkräfte hätten bereits erhebliche Erfolge.
Das deutsche Energiesystem hat den Atomausstieg bisher gut weggesteckt, sagen Expertinnen und Experten – trotz der Energiekrise durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Zur Bewährungsprobe könnte aber erst der kommende Winter werden, schreibt mein Kollege Michael Kerler: Wie bereitet sich das Land auf den Winter ohne Atomkraftwerke vor?
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(mit dpa)
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