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Krieg in der Ukraine: Das Update zum Ukraine-Krieg vom 8. August

Krieg in der Ukraine

Das Update zum Ukraine-Krieg vom 8. August

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    Das Update zum Ukraine-Krieg vom 8. August
    Das Update zum Ukraine-Krieg vom 8. August Foto: AZ Grafik

    Die Ukraine überlebt mithilfe von außen – militärisch und finanziell. In ihrem Abwehrkampf gegen Russland ist kein Nachbar so wichtig wie Polen. Doch nach fast anderthalb Jahren Krieg häufen sich Misstöne zwischen den Nachbarländern. Ist das Land dafür dankbar oder undankbar? Die Frage entzweit Kiew und Warschau.

    Im April hatten polnische Bauern protestiert, weil Getreide aus der Ukraine ihr Land nicht nur im Transit passierte, sondern auch verkauft wurde. Die Preise verfielen. Polen und andere östliche EU-Mitglieder sperrten ihre Märkte für ukrainische Agrarprodukte. Polen will die Sperre weiter verlängern. Aus Kiew warf Ministerpräsident Denys Schmyhal seinem Warschauer Kollegen Mateusz Morawiecki deshalb eine populistische Politik vor. Der polnische Präsidentenberater Przydacz mahnte die Ukraine, Polens Hilfe mehr wertzuschätzen. Viel Dankbarkeit in Taten kann die wirtschaftlich geschwächte und von Auslandshilfe abhängige Ukraine nicht zeigen. Selenskyj hob die Frage deshalb auf eine strategische Ebene: Andere Völker sollten dankbar sein, dass die Ukraine sie vor Russland rette.

    Der Tag: Einen Tag nach den schweren russischen Raketenangriffen auf die Stadt Pokrowsk ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Die Behörden zählten am Dienstag sieben Tote und 88 Verletzte, wie der Chef der Militärverwaltung des Gebiets Donezk, Pawlo Kyrylenko, mitteilt. Am Montagabend trafen zwei Raketen ein Wohnviertel der Stadt in der Ostukraine. Unter den Opfern sind den Angaben zufolge neben Zivilisten auch viele Polizisten und Rettungskräfte. Sie seien beim zweiten Angriff unter Beschuss geraten, als sie gerade dabei gewesen seien, den Opfern des ersten Einschlags zu helfen, so der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko auf Telegram.

    Alle Nachrichten zum Verlauf des Krieges können Sie stets in unserem Liveticker nachlesen.

    Die Lage: In diesem Jahr wird die ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf für ihre Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine mit dem Friedenspreis der Stadt Augsburg geehrt. „Katrin Eigendorf hat sich als Korrespondentin für das ZDF aus den Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt, als Vertreterin des qualitätsvollen Journalismus ausgezeichnet, der um die Wahrheit und multidimensionale Konstruktion von Wirklichkeit in den Medien bemüht ist“, begründet Oberbürgermeisterin Eva Weber die Auszeichnung auf dem Augsburger Rathausplatz. Eigendorf sei aus Sicht Augsburgs eine äußerst würdige Preisträgerin mit großer Strahlkraft für die Bedeutung des Zusammenhangs von Medienberichterstattung und Frieden.

    Eigendorf erreichte die Nachricht über die Auszeichnung im Urlaub. "Das ist ein Preis, den normalerweise ja keine Journalisten bekommen. Hier wird weitaus mehr ausgezeichnet als eine Berichterstattung, sondern Haltung." Dass sie den Preis in einer Zeit bekomme, in der die Welt immer mehr in Spaltung gerate, "nehme ich mit großer Demut entgegen".

    Bild des Tages:

    Foto: Uncredited, dpa

    Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutz zur Verfügung gestellten Foto arbeiten Rettungskräfte an einem Gebäude in der Stadt Pokrowsk, das nach Raketenangriffen beschädigt wurde.

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    (mit dpa)

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