Die israelische Regierung hat ihre Landsleute am Montag vor Terrorgefahren in Europa gewarnt. Anlässlich der bevorstehenden jüdischen Feiertage, die viele Israelis für Auslandsreisen nutzen, warnte das Büro zur Terrorabwehr des Nationalen Sicherheitsrats insbesondere vor Attentaten, die von Dschihadisten begangen werden könnten, die zuvor im Irak oder Syrien gekämpft haben und in ihre Heimatländer zurückkehren.
Neue Attentate insbesondere in Westeuropa befürchtet
"Nach dem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel müssen neue Attentate auf israelische Einrichtungen oder Juden insbesondere in Westeuropa befürchtet werden", hieß es in der Mitteilung, die das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verbreitete. Am 24. Mai waren in Brüssel vier Menschen erschossen worden, darunter ein israelisches Ehepaar. Der Mordtaten beschuldigt wird der Franzose Mehdi Nemmouche, der mehr als ein Jahr lang in Syrien auf Seiten der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) gekämpft haben soll.
Die Reisewarnung erfolgte anlässlich der bevorstehenden Urlaubszeit. Diese beginnt mit dem jüdischen Neujahrsfest am Abend des 24. September, umfasst den Versöhnungstag Jom Kippur und das einwöchige Laubhüttenfest, das am 16. Oktober endet. afp