Ältere im Straßenverkehr: Nehmt mehr Rücksicht aufeinander!
Eine neue Studie zeigt: Im Verkehr sind eben nicht die nachlassenden kognitiven Fähigkeiten das Hauptproblem. Das nimmt alle aber mehr in die Verantwortung.
Auf ältere Menschen sind immer häufiger in schwere Unfälle verwickelt. Foto: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)
Wer noch nie mit Altvorderen diskutiert hat, ab wann es vielleicht sinnvoll sein könnte, sich nicht mehr hinter das Steuer zu setzen, weiß nicht, worauf er sich da einlassen kann. Denn mit, sagen wir 75, ist es nicht anders als mit 17 oder 18. Der Führerschein und ein Auto bedeuten: Unabhängigkeit. Die gibt niemand gerne auf, sondern nur dann, wenn es unbedingt sein muss. Dass eine Studie nun mit dem Vorurteil aufräumt, viele Senioren wären irgendwann schlicht zu tattrig, um zu fahren, ist deshalb sehr verdienstvoll. Die Unfälle, in die Sie verwickelt sind, haben eben nicht in den nachlassenden kognitiven Fähigkeiten ihre Ursachen, sondern sind oft Notfälle.
Das bedeutet zweierlei. Für die Jüngeren gilt es daher umso mehr, lieber einmal öfter genau schauen, wer da vor einem fährt, einmal weniger hupen, einfach eine Runde umsichtiger bleiben. Wir werden alle älter und freuen uns früher oder später über geduldige Mitmenschen. Für die Älteren gilt: Lieber einmal öfter zum Arzt als einmal zu wenig – einfach um das Risiko eines Notfalls zu minimieren. Wenn man schon nicht auf die eigenen Kinder hört, dann vielleicht auf den Doktor. Für alle gilt, was selbstverständlich sein sollte: Achtet besser aufeinander. Nicht nur auf der Strasse.
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