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Supermarkt-Kasse: Mit Umsicht Wartezeit und Stress reduzieren

Glosse

Verhaltenskodex zwischen Band und Beleg

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    Langsamkeit kann man wohl kaum einer Kassiererin vorwerfen. Dennoch staut sich zu Stoßzeiten die Schlange. Besonders dann heißt es für Kunden: mitdenken statt emotional werden.  (Symbolbild)
    Langsamkeit kann man wohl kaum einer Kassiererin vorwerfen. Dennoch staut sich zu Stoßzeiten die Schlange. Besonders dann heißt es für Kunden: mitdenken statt emotional werden. (Symbolbild) Foto: Sven Hoppe/dpa

    Montag, 17:30 Uhr, Supermarkt. Als hätte jeder im Umkreis von 30 Kilometern dieselbe Idee gehabt: Jetzt noch schnell einkaufen. Die Schlange an der Kasse verdichtet sich. Ein Mann meckert lautstark vor sich hin, weil er sechs statt der gewohnten drei Minuten warten muss. Nebenan schnaubt eine Frau empört und fragt in den Raum, warum denn bitte keine zweite Kasse geöffnet werde. Schließlich habe man ja einen Mitarbeiter gesehen, der „nur“ das Kühlregal einräumt. Währenddessen scannt die Kassiererin, fast in Schallgeschwindigkeit, die Waren.

    In diesem Moment passiert es: Man blickt mitleidig auf die gestresste Frau, dann auf die Meckerer, denkt sich überheblich „Ich bin ja die viel bessere Kundin“. Und schon fällt die Glasflasche Apfelsaft vom Band. Auf klebrigem Boden stellt sich so die Frage: wie verhält man sich richtig zwischen Band und Beleg? Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) hat auf web.de verraten, worauf es dem Kassenpersonal wirklich ankommt.

    Vorausschauend denken! „Ich zahl' bar“ – „Das reicht nicht.“ „Dann mit dem Handy. Oh, das liegt im Auto. Na dann, mit Karte.“ Tik Tak, Tik Tak. Genauso banal und genauso nervig: fehlende Warentrenner.„Halt Moment, das gehört gar nicht mehr zu mir.“ Und schon wurde falsch gescannt, storniert, neu gemacht. Sekundenkram, der sich summiert.

    Der Bundesverband rät zu mehr Rücksicht und Freundlichkeit an der Kasse

    Auch ein No-Go: Flaschen, die aufrecht hingestellt werden, kippen um, rollen weg, machen Lärm, gehen kaputt, kosten Zeit – Ups! Schließlich ein Minimum an Taktgefühl: nicht telefonierend, so tun, als wäre das Kassenpersonal Luft – aber auch nicht die eigene Lebensgeschichte rezipieren. Und – wer hätte es erahnen können – freundlich sein. „Nein?!“ – „Doch“ – „Ohh“

    Man sieht: Die Ansprüche sind niedrig. Wer also wirklich „einer von den Guten“ sein will, braucht lediglich eine Fähigkeit: Umsicht.

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