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Parvovirose beim Hund: Wie hoch sind die Überlebenschancen?

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Parvovirose beim Hund: Wie hoch sind die Überlebenschancen?

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    Hunde jeden Alters können an Parvovirose erkranken, doch nicht für alle Altersgruppen ist das Virus gleichermaßen gefährlich.
    Hunde jeden Alters können an Parvovirose erkranken, doch nicht für alle Altersgruppen ist das Virus gleichermaßen gefährlich. Foto: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

    Ihr Hund wedelt mit der Rute, läuft entspannt durch das Haus und hat gar ein Glänzen und Glitzern in den Augen? Alles Zeichen, dass sich ihr Hund wohl und glücklich fühlt. Was aber – und das vollkommen unabhängig vom Alter –, wenn statt Hunger und Lebensfreude sich der Gesundheitszustand des Haustiers schlagartig ändert? Wenn im Gegensatz zu Erkrankungen wie der Anaplasmose, die durch Zecken übertragen wird und unter anderem Fieber und auch Nasenbluten auslöst, der Hund auch oben wie unten extrem Flüssigkeit verliert und extrem matt wirkt? Dann könnte es sich um die bedrohliche Parvovirose beim Hund handeln, die schnell lebensbedrohlich werden kann. Was es mit der Virusinfektion auf sich hat und wie gut Hunde die Krankheit überstehen können, lesen Sie in diesem Text.

    Symptome: Wie äußert sich Parvovirose beim Hund?

    Zugegeben: Schon allein die Liste an Symptomen, die bei einer Parvovirose beim Hund auftreten können, wirkt bedrohlich und ist es im Zweifel für das Haustier auch. Wie der Anbieter für tierärztliche Versorgung AniCura festhält, ist die Parvovirose eine hochansteckende Infektionskrankheit, die weltweit Katzen wie Hunde erwischen kann. Ohne Behandlung ende die Erkrankung meist tödlich. Naheliegend daher auch die umgangssprachliche Bezeichnung „Hundeseuche“ für diese Krankheit.

    Das für Menschen ungefährliche Canine Parvovirus steckt hinter der Parvovirose. Das Problem aus Haustier-Sicht: Nicht nur löst das Virus die Krankheit aus, es sei zudem äußerst stabil und widerstandsfähig: weder extremere pH-Bereiche könnten ihm etwas anhaben, noch Temperaturen von 70 Grad über einen Zeitraum von einer halben Stunde. So überlebe das Virus bei Zimmertemperatur im Kot mindestens ein halbes Jahr – und sei selbst dann noch ansteckend. Eine Übertragung vom Tier auf den Menschen, wie etwa bei Würmern, sei nicht zu befürchten. Vielmehr werde das Virus durch Kot, verunreinigtes Futter und Gegenstände übertragen. Auch eine Übertragung von der Hundemama auf den ungeborenen Welpen sei möglich.

    Zu den schwerwiegenden Symptomen der Parvovirose beim Hund zählen demnach:

    • fehlendes Verlangen nach Futter
    • Essstörungen
    • Teilnahmslosigkeit
    • Fieber
    • Erbrechen
    • blutiger Durchfall
    • schwergradige Dehydratation
    • Schwächung des Immunsystems

    Die Anzeichen seien in der Regel akut, anfänglich jedoch diffus. Eine Blutvergiftung sowie die Ansiedlung von Bakterien in anderen Organen können die teils tödlichen Folgen sein.

    Übrigens: Auch für Hunde gibt es eine Krankenversicherung. Die Stiftung Warentest hat sich verschiedene Arten genauer angeschaut – mit überraschendem Ergebnis.

    Überlebenschancen: Wie gefährlich ist Parvovirose für Hunde?

    Wie unter anderem die Tierklinik Sattledt betont, können sich theoretisch alle Hunde jeden Alters infizieren. Gerade Welpen seien jedoch besonders von schwersten Verläufen betroffen. Hunde mit Impfschutz und höherem Alter jedoch stecken die Infektion überwiegend gut weg, es wird von meist „klinisch unauffälligen bzw. milderen Infektionen“ gesprochen. Wurde die Erkrankung dennoch klinisch festgestellt, sei eine „intensive, im besten Fall stationäre, Therapie unabdingbar“, inklusive Flüssigkeit, Medikamente für den Bauch sowie einer Antibiotikatherapie; im Zweifel auch Zwangsernährung.

    Die Überlebenschancen hängen laut der Tierklinik und AniCura von mehreren Faktoren ab, darunter Alter, Rasse, Begleitinfektionen und auftretenden Komplikationen. Besonders bedroht seien Welpen und Junghunde, die jünger als ein halbes Jahr sowie unvollständig geimpft oder ungeimpft seien. Die Sterberate sei dann bei einer Infektion „besonders hoch“. Entscheidend sei eine (richtige) Behandlung: ohne überlebt nur jeder zehnte Hund. Wird sich hingegen intensivmedizinisch, idealerweise stationär gekümmert, schafft es nur ein Tier von zehn nicht.

    Übrigens: Ein nahender Tod eines Hundes zeigt sich oft in verschiedenen, teils deutlichen Anzeichen.

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