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Auswandern nach Malta: Was gilt es zu beachten?

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Auswandern nach Malta: Was gilt es zu beachten?

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    Wer mit dem Gedanken spielt, aus Deutschland auszuwandern, träumt womöglich von einem entschleunigten Leben mit viel Sonnenschein, Traumstränden und abwechslungsreichen Freizeitangeboten. All das lässt sich auf Malta finden. Der Inselstaat im Mittelmeer gilt laut dem Auswärtigen Amt mit einer Fläche von gerade einmal 316 Quadratkilometern und rund 563.000 Einwohnern als kleinstes und am dichtesten besiedeltes Mitgliedsland der EU. Viele Ausländer leben auf der Insel und auch immer mehr deutsche Auswanderer siedeln nach Malta um, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Wer seinen Lebensmittelpunkt nach Malta verlegen will, sollte jedoch ein paar Dinge berücksichtigen.

    Auswandern nach Malta: Welche Aufenthaltsbestimmungen gibt es?

    Malta gilt für viele Auswanderer als Traumziel. Wer sich dort niederlassen will, sollte aber die wichtigsten Regelungen und Eckdaten kennen.
    Malta gilt für viele Auswanderer als Traumziel. Wer sich dort niederlassen will, sollte aber die wichtigsten Regelungen und Eckdaten kennen. Foto: FredP, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Anders als Staatsangehörige aus Ländern außerhalb der Europäischen Union benötigen EU-Bürgerinnen und -Bürger kein spezielles Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis, um sich in Malta niederzulassen und dort einer Arbeit nachzugehen. Darüber informiert die maltesische Regierungsbehörde Identità, die für Migrationsprozesse und Identitätsmanagement in dem Inselstaat zuständig ist, auf ihrer Website. Grundlage für diese Regelung ist das EU-Freizügigkeitsrecht, das Auswanderungen innerhalb der EU vereinfacht.

    Wer beabsichtigt, sich länger als drei Monate in Malta aufzuhalten, muss sich laut Identità bei der Behörde anmelden. Diese stellt ihnen ein sogenanntes eResidence-Dokument aus. Die Beantragung ist online über die Identità-Website möglich. Dabei müssen Auswanderer angeben, zu welchem Zweck sie sich in Malta niederlassen möchten. Das e-Residence-Dokument ist in der Regel fünf Jahre gültig und kann nach Ablauf dieser Frist erneuert werden.

    Nach fünf Jahren rechtmäßigen Aufenthalts in Malta können Zugewanderte außerdem einen dauerhaften Aufenthaltstitel beantragen, der Identità zufolge eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren besitzt. Wer mindestens fünf Jahre in Malta gelebt hat oder ebenso lange mit einem maltesischen Staatsbürger verheiratet ist, kann nach Angaben der Regierungsbehörde Community Malta Agency unter gewissen Voraussetzungen auch die maltesische Staatsbürgerschaft erhalten.

    Arbeiten auf Malta: Was müssen Auswanderer wissen?

    Auswanderer, die auf Malta eine Beschäftigung suchen, sollten sich zunächst beim öffentlichen Arbeitsamt Jobsplus registrieren. Dieses kann bei der Vermittlung geeigneter Stellen unterstützen, erklärt die maltesische Regierung auf ihrer Website. Auch in lokalen Zeitungen und Magazinen oder mittels privater Arbeitsagenturen lassen sich Jobausschreibungen finden, informiert das europäische Arbeitsmobilitätsnetzwerk EURES.

    Der monatliche Mindestlohn in Malta beträgt im Jahr 2026 laut EURES 994 Euro – und liegt damit deutlich unter dem in Deutschland mit 2343 Euro. Allerdings werden demnach in den meisten Branchen in Malta Gehälter über dem Mindestlohnniveau ausgezahlt. Der durchschnittliche Monatsnettoverdienst liegt einer Eurostat-Auswertung zufolge bei rund 1905 Euro.

    Nach Angaben des Portals auslandsjobs.de ist ein Großteil der Arbeitnehmer auf Malta im Dienstleistungs- und Industriesektor tätig. Zugewanderte können insbesondere im Tourismusbereich schnell Fuß fassen, wo vor allem saisonal ein hoher Bedarf an Arbeitskräften besteht. Aber auch in Callcentern, in der Informatikbranche und an Schulen gibt es häufig freie Stellen. Einige deutsche Unternehmen haben zudem Niederlassungen in Malta gegründet. Hier könnten die Chancen gerade für deutsche Auswanderer gut stehen.

    Wer in Malta angestellt ist oder als Selbstständiger arbeitet, muss auf sein Einkommen Steuern und Abgaben entrichten. Die Einkommenssteuer liegt EURES zufolge je nach Verdiensthöhe bei null bis 35 Prozent. Hinzu kommen Sozialversicherungsbeiträge, die sich laut auslandsjobs.de auf circa zehn Prozent des Einkommens belaufen.

    Übrigens: Auf Malta wird neben Maltesisch auch Englisch gesprochen – die Sprachbarriere für Auswanderer ist also vergleichsweise gering.

    Nach Malta auswandern: Welche Regelungen gelten bei Krankenversicherung und Sozialleistungen?

    Ob Auswanderer beim Umzug nach Malta ihre deutsche Krankenversicherung behalten können, hängt davon ab, ob sie gesetzlich oder privat versichert sind. Der private Versicherungsschutz besteht nach Angaben der Verbraucherzentrale und des Europäischen Verbraucherzentrums in der Regel fort, während gesetzlich Versicherte in den meisten Fällen aus der Versicherung herausfallen, wenn sie ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen. Allerdings bietet Malta laut EURES allen im Land Ansässigen eine kostenlose Gesundheitsversorgung. Das öffentliche Gesundheitssystem wird vollständig über Steuereinnahmen finanziert und gilt als gut ausgebaut.

    EU-Staatsbürger, die nach Malta auswandern, haben dort unter gewissen Voraussetzungen Anspruch auf verschiedene Versicherungs- und Sozialleistungen. Dazu zählen unter anderem Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Altersrente. Über die Zugangsbedingungen zu den einzelnen Leistungen informiert die Europäische Kommission auf ihrer Website. In vielen Fällen muss als Grundvoraussetzung für den Bezug ein gewöhnlicher Aufenthalt im Land nachgewiesen werden.

    Wohnen und Lebenshaltungskosten auf Malta: Was sollten Auswanderer beachten?

    Lange Zeit war das Leben auf Malta deutlich erschwinglicher als in den meisten mitteleuropäischen Ländern. Doch in den vergangenen Jahren ist das Preisniveau auf dem Inselstaat merklich gestiegen, resümiert EURES. Das betrifft unter anderem die Kosten für Wohnen und Versicherungen, aber auch Produkte des täglichen Bedarfs. Dennoch sind die Lebenshaltungskosten in Malta nach Angaben der Vergleichsdatenbank Numbeo im Schnitt 17 Prozent geringer als in Deutschland. Demzufolge gibt eine alleinstehende Person im Jahr 2026 auf der Insel pro Monat etwa 766 Euro aus – exklusive Wohnkosten, die in Malta durchschnittlich 20 Prozent über dem Niveau in Deutschland liegen.

    Auswanderer können in Malta für eine Auswahl alltäglicher Posten laut Numbeo (Stand: Mai 2026) mit den folgenden Kosten rechnen:

    • Monatsmiete Einzimmerwohnung im Stadtkern: 1025 Euro
    • Monatsmiete Einzimmerwohnung außerhalb des Stadtkerns: 849 Euro
    • Mahlzeit in preiswertem Restaurant: 15 Euro
    • Ein Liter Milch: 1,16 Euro
    • Ein Kilogramm Äpfel: 2,86 Euro
    • Ein Liter Benzin: 1,34 Euro
    • Einfache Fahrt im ÖPNV: zwei Euro
    • Mobilfunkvertrag: 23,29 Euro monatlich

    Laut der maltesischen Regierung nahm die Zahl der ausländischen Zuwanderer, die auf Malta Immobilien kaufen oder anmieten, in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu. Eine Wohnung oder ein Haus zu mieten, ist dabei die unkompliziertere Alternative. Wer eine Immobilie oder ein Grundstück kaufen will, muss hingegen verschiedene Auflagen erfüllen und Genehmigungen beantragen. Die Wohnungssuche kann laut EURES durch die Vermittlung eines Maklers oder über Online-Immobilienportale und Zeitungsanzeigen erfolgen.

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