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Calima auf Teneriffa: Diese Einschränkungen gelten für Urlauber auf den Kanaren

Teneriffa

Calima auf Teneriffa: Diese Einschränkungen gelten für Urlauber auf den Kanaren

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    Die Calima ist ein wiederkehrendes Wetterphänomen auf den Kanaren, das die Sicht stark beeinträchtigt und mitunter gesundheitliche Risiken birgt.
    Die Calima ist ein wiederkehrendes Wetterphänomen auf den Kanaren, das die Sicht stark beeinträchtigt und mitunter gesundheitliche Risiken birgt. Foto: andre, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die angenehmen klimatischen Bedingungen machen Teneriffa sowie die anderen Kanarischen Inseln für viele Urlauber das ganze Jahr über zu einem beliebten Reiseziel. Denn dank des stetig wehenden Nordostpassats herrschen auf der Inselgruppe nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) für gewöhnlich ganzjährig gemäßigte Temperaturen. Die Kanaren werden daher häufig auch die „Inseln des ewigen Frühlings“ genannt. Bisweilen kommt es auf dem Archipel jedoch zu einem einzigartigen Wetterphänomen, das von den Einheimischen als „Calima“ bezeichnet wird.

    Ende Mai 2026 sorgte die Calima auf den Kanaren für extreme Wetterbedingungen. Die Kanarische Regierung warnte in diesem Zuge vor Hitzewellen und erhöhter Waldbrandgefahr. Das Wetterereignis kann damit auch Auswirkungen für Urlauber auf Teneriffa und Co haben. Was Reisende zu den Sandstürmen wissen müssen und welche Einschränkungen im Falle einer Calima auf sie zukommen können, lesen Sie hier.

    Wetterphänomen auf Teneriffa: Was ist eine Calima?

    Obwohl die Kanarischen Inseln politisch zu Spanien gehören, ist ihre Entfernung zur afrikanischen Küste viel geringer als zum europäischen Festland. Diese geografische Nähe zu Afrika spielt eine entscheidende Rolle für das Wetterphänomen. Wie der DWD erklärt, handelt es sich bei der Calima um heiße Wüstenwinde, die Staubwolken auf den Atlantik hinaustragen. Dem Informationsportal calimacanarias.com zufolge nimmt das meteorologische Ereignis seinen Ursprung in der Sahara, wenn Sand durch starke Winde in die Atmosphäre gehoben wird. Die gewaltige Staubwolke wird dann von Ostwinden weiter in Richtung der Kanarischen Inseln getragen.

    Im Gegensatz zu Nebel, der durch Kondensation von Wasser entsteht, oder Smog, der städtische Luftverschmutzung beschreibt, geht es bei der Calima also um trockenen Wüstenstaub. Laut calimacanarias.com handelt es sich dabei jedoch nicht einfach nur um „Sand“, sondern um ein Gemisch aus Quarz, Ton und manchmal Schadstoffen, das die Luftqualität auf den Kanaren mitunter stark beeinträchtigt. Eine Calima erkennt man vor allem an dem rötlich-orangefarbenen Himmel und der eingeschränkten Sichtweite. In der Regel hält die Wetterlage zwei bis fünf Tage an, wobei der Sand noch mehrere Tage in der Luft verbleiben kann, bis der Wind sich dreht.

    Calima: Welche Auswirkungen hat der Wüstenwind auf den Teneriffa-Urlaub?

    Bereits zu Beginn der Osterferien 2026 bekamen Teneriffa und Co. die Folgen einer Calima zu spüren. Wie unter anderem die spanische Tageszeitung Diario de Avisos berichtete, war das Wetter auf der Inselgruppe von einem bleiernen Himmel und eingeschränkter Sicht geprägt, wodurch die Pläne vieler Einheimischer und Touristen beeinträchtigt wurden. Die staatliche spanische Wetterbehörde (AEMET) hatte die gelbe Warnstufe wegen Feinstaub veranlasst. Zudem brachte der Wüstenwind einen spürbaren Temperaturanstieg mit Werten von 27 Grad Celsius oder höher mit sich.

    Außerdem kann die durch die Sandpartikel eingeschränkte Sicht den Flugverkehr beeinträchtigen. So berichtete die Zeitung El Día am 31. März 2026 von mehreren Störungen: Zwei Maschinen, die am Flughafen Teneriffa Nord gestartet waren, mussten zu ihrem Ausgangsflughafen zurückkehren, ein weiterer Flug wurde annulliert. Darüber hinaus kann sich das Wetterphänomen auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Laut calimacanarias.com sind unter anderem trockener Husten, gereizte Augen, Kratzen im Hals und Atembeschwerden möglich. Tritt eine Calima während eines Teneriffa-Urlaubs auf, sollten Urlauber dies also bei ihrer Tagesplanung berücksichtigen.

    Sandsturm auf Teneriffa: Was müssen Urlauber bei einer Calima beachten?

    Hält eine Calima länger an, steigt die Staubbelastung laut dem Deutschen Wetterdienst kontinuierlich an. Die feinen Sandpartikel können dabei die Atemwege reizen und die Sicht erheblich einschränken. Die Kanarische Regierung rät daher, während einer Calima folgende Hinweise zu beachten:

    • Türen und Fenster geschlossen halten.
    • Menschen, die an chronischen Atemwegserkrankungen leiden, sollten vermeiden, nach draußen zu gehen.
    • Ausreichend Flüssigkeit trinken und trockene Umgebungen meiden.
    • Auf Sport und anstrengende körperliche Aktivitäten im Freien verzichten.
    • Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen.
    • Autofahrer sollten ihre Scheinwerfer einschalten und langsamer fahren, da die Sicht womöglich beeinträchtigt ist.

    Besondere Vorsicht ist während einer Calima laut calimacanarias.com vor allem für empfindliche Gruppen geboten – darunter Menschen mit Asthma, COPD oder Allergien sowie Kinder und ältere Personen. Bei besonders intensiven Staubbelastungen kann es zudem ratsam sein, im Freien FFP2- oder FFP3-Masken zu tragen. Weiterhin kann der feine Sand auch Schäden auf Oberflächen verursachen, wenn er nicht sachgerecht entfernt wird: So sollten etwa Windschutzscheiben und Autolack nicht trocken, sondern stets mit ausreichend Wasser gereinigt werden.

    Waldbrandgefahr durch Calima: Was müssen Teneriffa-Urlauber wissen?

    In der Regel trägt eine Calima jedoch nicht nur Wüstenstaub auf die Kanaren, sondern lässt auch die Lufttemperaturen vor Ort ansteigen, erklärt der DWD. Dieses Phänomen ließ sich auch Ende Mai 2026 beobachten. Laut climacanarias.com war die gesamte Inselgruppe von einer mittelstarken Calima betroffen. Die Kanarische Regierung hatte in diesem Zuge zwei offizielle Wetterwarnungen ausgerufen. Neben hohen Temperaturen warnte die Regierung aufgrund der Wetterlage zudem vor einer erhöhten Waldbrandgefahr auf Teneriffa und Gran Canaria.

    Treibt eine Calima die Temperaturen in die Höhe, sollten sich Einheimische und Urlauber auf die extremen Bedingungen einstellen und die folgenden präventiven Schutzmaßnahmen und Verhaltenstipps der Kanarischen Regierung befolgen:

    • Offenes Feuer sowie das Zünden von Raketen, Feuerwerks- und Knallkörpern sind in Waldgebieten, auf offenem Gelände oder landwirtschaftlich genutzten Flächen verboten.
    • Keine brennenden Zigarettenkippen oder Streichhölzer auf den Boden werfen, weder zu Fuß noch aus dem Autofenster.
    • Keine Abfälle im Wald zurücklassen.
    • Grundlegende Feuerlöschgeräte sowie einen Wasservorrat für den Notfall bereithalten.
    • Wenn möglich, kühle, sonnengeschützte Orte aufsuchen und sich nicht länger als nötig in der Sonne aufhalten.
    • Tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen halten, nachts lüften.
    • Zum Schutz gegen die Sonne helfen eine Kopfbedeckung sowie locker sitzende, helle Kleidung
    • Ausreichend Wasser mitnehmen und regelmäßig trinken.
    • Auf alkoholische Getränke sowie heiße und kalorienreiche Speisen verzichten.
    • Sport und anstrengende körperliche Aktivitäten während der heißen Stunden vermeiden.
    • Kinder, ältere Menschen und Tiere niemals in einem geschlossenen Fahrzeug zurücklassen.

    Am stärksten betroffen von der „Hitzeglocke“ seien laut DWD für gewöhnlich die mittleren Höhenlagen, während die Temperaturen auf Meeresniveau dank des Seewindes auch bei einer Calima vergleichsweise angenehm bleiben. Als Beispiel nennt der Wetterdienst eine Calima-Episode aus dem Jahr 2021: Auf 600 Metern Höhe bleiben die Temperaturen in der Universitätsstadt La Laguna auf Teneriffa normalerweise auch im Sommer unter 25 Grad. Am 15. August 2021 knackten sie jedoch aufgrund des Saharastaubs die 40-Grad-Marke. Wer hohe Temperaturen vermeiden will, sollte sich während einer Calima also besser in Küstennähe aufhalten.

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