Die griechische Insel Kreta überzeugt vor allem mit ihrer Vielseitigkeit: malerische Strände mit glasklarem Wasser, imposante Gebirge mit spektakulären Schluchten, charmante Städte und eine Fülle antiker Sehenswürdigkeiten. Kein Wunder, dass Kreta jedes Jahr zahlreiche Touristen anzieht. Wann die beste Reisezeit ist, hängt dabei stark von der Art des Urlaubs ab. Während sich die heißen Sommermonate Juli und August perfekt für Strand- und Badeurlaub eignen, lockt der Herbst mit milderen Temperaturen und deutlich weniger Trubel. Warum sich ein Aufenthalt auf Kreta gerade im Oktober lohnt, lesen Sie hier.
Kreta: Wo genau liegt die Insel?
Nach Angaben der Enzyklopädie Britannica liegt Kreta im östlichen Mittelmeer und erstreckt sich von Ost nach West über rund 260 Kilometer. Die Breite der Insel variiert zwischen zwölf und 60 Kilometern. Damit ist Kreta nicht nur die größte griechische Insel, sondern auch die fünftgrößte im gesamten Mittelmeerraum. Als südlichste Insel Griechenlands liegt Kreta laut dem ADAC etwa 160 Kilometer vom griechischen Festland entfernt, während Afrika rund 300 Kilometer südlich beginnt. Wie der ADAC weiter informiert, zählt Kreta außerdem zu den sonnenreichsten Inseln des Mittelmeers.
Kreta im Oktober: Mit welchen Temperaturen ist zu rechnen?
Laut wetter.de erreicht die durchschnittliche Höchsttemperatur auf Kreta im Oktober 22,4 Grad Celsius, während die Tiefstwerte mit rund 15 Grad bereits deutlich unter denen der Sommermonate liegen. Das Meer bleibt mit durchschnittlich 23 Grad jedoch angenehm warm und weiterhin bestens zum Baden geeignet. Der mittlere Niederschlagswert beträgt im Oktober 40 Millimeter. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gibt es in Heraklion im Oktober durchschnittlich 4,9 Regentage mit mindestens einem Millimeter Niederschlag. Die Sonne zeigt sich dort im Schnitt noch 6,4 Stunden pro Tag.
Zum Vergleich: Im Juli und August erreichen die Höchstwerte laut wetter.de mit 28,5 beziehungsweise 28,4 Grad deutlich höhere Temperaturen. Selbst im September liegt die Durchschnittstemperatur mit 26,4 Grad noch spürbar über dem Oktober-Niveau. Der mittlere Niederschlagswert beträgt im Hochsommer lediglich drei Millimeter – Regentage sind in diesen Monaten daher nahezu ausgeschlossen.
Kreta im Oktober: Lohnt sich das?
Wie auf der Homepage der Corissia Hotels zu lesen ist, dient der Oktober auf Kreta als „perfekte Zeit, um den Menschenmassen zu entkommen und einen ruhigen Urlaub zu genießen“. Demnach sei im Oktober die Hauptreisesaison vorbei, wodurch man die Strände beinahe für sich alleine habe. Auch die reisereporter.de nennt bei der Frage nach der besten Reisezeit den späteren Sommer und den frühen Herbst, da sich dann der Trubel der Hauptsaison lege. Demnach würde der Oktober zu den Monaten zählen, in denen Urlauber den Touristenmassen am besten aus dem Weg gehen können.
Als weiterer Vorteil wird auf der Website der Corissia Hotels die zweite Blütezeit in jenen Herbstwochen angepriesen. Demzufolge beginnt Kretas Natur sich in dieser Zeit von den heißen und trockenen Sommermonaten zu erholen. Die Insel sei dann ein ideales Reiseziel für Naturliebhaber. Dank der kühleren Temperaturen werden „Wanderungen durch die atemberaubenden Bergketten und tiefen Schluchten der Insel“ empfohlen. Und auch wenn sich die Strandsaison langsam aber sicher dem Ende neigt, sind die Wassertemperaturen im Oktober weiterhin warm genug zum Baden. Wie beispielsweise das Lufthansa City Center informiert, sei ein Kreta-Urlaub inklusive Schwimmen auch im Oktober bis in den November hinein „wunderbar möglich“.
Auch beliebte Touristenattraktionen, wie antike Stätten oder die griechischen Städtchen selbst lassen sich laut dem Reiseveranstalter alltours.at im Oktober deutlich entspannter besuchen. Da eine Großzahl der Touristen im Oktober bereits abgereist ist, bleibe der große Besucheransturm dann in der Regel aus.
Kreta: Was hat die Insel zu bieten?
Der ADAC informiert auf seiner Website über einige Sehenswürdigkeiten, die sich für Kreta-Urlauber lohnen. Empfohlen werden dort unter anderem der antike Palast von Knossos von König Minos bei Heraklion am Nordufer, die einst von Hippies genutzten begehbaren Wohn- und Grabhöhlen im Dorf Matala an der Südküste oder die Samaria-Schlucht mit bis zu 600 Meter senkrecht emporragenden Felswänden. Als weitere Highlights wird außerdem der Strand Elafonísi gennant, welcher ganz im Westen der Insel liegt und mit seinem klarem, türkisfarbenem Wasser sowie der rosa Färbung des Strandes begeistert. Auch der Palmenstrand von Vai im Nordosten mit dem größten natürlichen Datteln-Palmenhain Europas wird vom ADAC als sehenswertes Ausflugsziel genannt.
Einen Besuch wert sind laut ADAC außerdem die vielen antiken Städte Griechenlands. So gehöre beispielsweise Agios Nikolaos an der Mirabello-Bucht im Nordosten mit seinen zahlreichen Bars, Tavernen, Cafés und Geschäften zu einer der schönsten Städte Kretas. Auch die Stadt Rethymno mit seiner Festung Fortezza samt Sultan-Ibrahim-Moschee sowie dem venezianischen Hafen bietet ein beliebtes Ausflugsziel. Nur 25 Kilometer von der Stadt entfernt liegt das Kloster Arkadi, welches laut ADAC als Nationalheiligtum Kretas gilt. Die verwinkelte Hafenstadt Chania mit ihren zalreichen Freitreppen, Loggien, Marmorportalen und Brunnen lohnt sich ebenfalls für einen Ausflug. Für Kinder dürften das „CretAquarium“, der „Acquaplus Waterpark“ und der „Labyrinth Theme Park“ ihren Reiz haben.
Übrigens: Wer Urlaub auf Kreta macht, sollte sich auf keinen Fall diese drei Orte entgehen lassen. Doch auch andere griechische Inseln begeistern mit ihrer Schönheit und bieten eine reizvolle Alternative zu Kreta.
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