Milde Temperaturen, leere Strände und jahrhundertealte Bräuche: Wer zur Weihnachtszeit nach Kreta reist, lässt nicht nur den deutschen Winter hinter sich, sondern erlebt die beliebte Urlaubsinsel ganz anders als im Sommer. Auf Kreta herrscht das ganze Jahr über mediterranes Mittelmeerklima. Dieses zeichnet sich laut wetteronline.de durch heiße Sommer und milde Wintermonate aus. Doch wie warm wird es auf der größten griechischen Insel tatsächlich im Dezember? Und welche Bräuche erwarten Reisende rund um Weihnachten und den Jahreswechsel?
Wetter auf Kreta: Wie warm ist es im Dezember?
Im Vergleich zum deutschen Winter herrschen auf Kreta selbst im Dezember noch relativ milde Temperaturen. Nach Angaben von wetter.de liegt der Tiefstwert im Wintermonat bei 8,4 Grad Celsius, während die Höchstwerte noch etwa 14 Grad erreichen können. Wer im Dezember nach Kreta reist, muss sich laut wetteronline.de allerdings auf weniger Sonnenstunden und mehr Regen einstellen. Mit lediglich vier Sonnenstunden pro Tag und bis zu zehn Regentagen kann es auf der Urlaubsinsel nun deutlich ungemütlicher werden. In den Bergen ist sogar der erste Schnee möglich.
Die durchschnittliche Wassertemperatur liegt – Stand November 2025 – laut wassertemperatur.org bei rund 18 Grad Celsius – für einen Badeurlaub also eher zu kühl. Dennoch lohnt sich eine Reise nach Kreta auch im Dezember noch. Die Wintermonate gehören auf der Urlaubsinsel zur Nebensaison, in der deutlich weniger Touristen unterwegs sind als im Sommer. Viele Sehenswürdigkeiten Kretas lassen sich nun abseits der sonst üblichen Besuchermassen in aller Ruhe erkunden.
Weihnachten in Griechenland: Traditionen auf Kreta im Überblick
Wie die Botschaft der Hellenischen Republik – so lautet übrigens die amtliche Bezeichnung Griechenlands – auf ihrer Webseite informiert, gehört das Weihnachtsfest rund um die Geburt Christi zu den fröhlichsten Tagen der griechisch-orthodoxen Kirche. Ähnlich wie in Deutschland dauern die Weihnachtsferien in Griechenland zwölf Tage und enden am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige. Einige der heute verbreiteten Bräuche sind noch relativ neu und wurden nach Angaben der Botschaft aus anderen Teilen der Welt übernommen – etwa das Schmücken des Christbaums. Andere, traditionell griechische Bräuche reichen hingegen deutlich weiter zurück und erleben inzwischen sogar wieder einen Aufschwung. Dazu zählt beispielsweise das Schmücken kleiner Weihnachtsschiffe zu Ehren von St. Nikolaus. Wie auf der Webseite der Greek Online School erklärt wird, gilt der Heilige Nikolaus als Schutzpatron der Seefahrer. Ferner sollen die Lichter die Sehnsucht der Familien ausdrücken, deren Angehörige selbst während der Weihnachtszeit zur See fuhren.
Ein weiterer traditionell griechischer Brauch zur Weihnachtszeit ist das sogenannte „Kalanda“. Dabei handelt es sich laut der Botschaft um „gesungene Ankündigungen der Weihnacht“. Gruppen von Kindern ziehen an Heiligabend und Silvester von Tür zu Tür und kündigen die bevorstehenden Feiertage mit ihren Liedern an. Begleitet werden sie dabei üblicherweise von einer Triangel, manchmal aber auch von anderen Instrumenten, zum Beispiel einer Gitarre oder einer Mundharmonika.
Zur Weihnachtszeit treiben in Griechenland laut Folklore außerdem die Weihnachtsgnome, die sogenannten „kallikántzari“, ihr Unwesen. Während sie den Rest des Jahres tief unter der Erde leben, kommen sie nur in der Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar an die Oberfläche, um dort Unruhe zu stiften. Wie die Botschaft auf ihrer Webseite weiter erklärt, lieben sie es, „sich in den Häusern zu verstecken, Schabernack zu treiben, die Kamine herunterzurutschen und die Leute zu erschrecken“. Um die freundlichen, aber zugleich lästigen Wesen fernzuhalten, gibt es in ganz Griechenland verschiedene Sitten und Rituale.
Kulinarische Traditionen: Was essen die Griechen zur Weihnachtszeit?
Die Weihnachtszeit in Griechenland lockt außerdem mit verschiedenen kulinarischen Traditionen. Wie auf der Webseite der griechischen Botschaft zu entnehmen ist, gelten „Melomakarona“ (Honigmakronen) und „Kourabiedes“ (Mandelkekse) als typisches Weihnachtsgebäck, das die Festtage einläutet. Ein weiterer Brauch, der sogar bis in die byzantinische Zeit zurückreicht, ist der Anschnitt der sogenannten „Vassilópita“, des Neujahrskuchens. Traditionell wird im Teig eine Münze versteckt. Die Person, die das Geldstück findet, gilt im kommenden Jahr als besonderer Glückspilz.
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