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Ab 2026: Maut-Rückerstattung bei Stau in Italien – gilt das auch für Gardasee-Touristen?

Gardasee

Ab 2026: Maut-Rückerstattung bei Stau in Italien – gilt das auch für Gardasee-Touristen?

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    Bei Stau auf der italienischen Autobahn sollen Autofahrer ab 2026 eine Maut-Rückzahlung erhalten.
    Bei Stau auf der italienischen Autobahn sollen Autofahrer ab 2026 eine Maut-Rückzahlung erhalten. Foto: alb470, stock.adobe.com (Symboldbild)

    Der Gardasee bietet sich aufgrund seiner Lage als beliebtes Reiseziel für deutsche Urlauber an, weil er insbesondere aus dem Süden Deutschlands innerhalb weniger Stunden mit dem Auto erreichbar ist. Wer auf der Fahrt schnellstmöglich ans Ziel kommen möchte, muss für die Nutzung der Autobahnen in Italien Mautgebühren zahlen. Die italienische Regierung hat nun allerdings eine Neuregelung erlassen, nach der Autobahnfahrer künftig Geld zurückerstattet bekommen, wenn sie aufgrund von Baustellen auf der Strecke längere Zeit im Stau stehen. Wie hoch fällt diese Entschädigung aus und was bedeutet das für Gardasee-Besucher aus Deutschland?

    Geld zurück bei Autobahn-Stau: Welche Regeln gelten ab 2026 für die Maut in Italien?

    In Italien gibt es außerorts sowohl Schnellstraßen als auch Autobahnen. Während die Schnellstraßen kostenfrei befahrbar sind, fallen nach Angaben des ADAC für die Nutzung der meisten Autobahnen Mautgebühren an, die am Ticketautomaten oder elektronisch entrichtet werden können. Wer auf diesen Straßen länger im Stau steht, weil Baustellen den Verkehrsfluss verzögern, soll in Zukunft jedoch Anspruch auf eine Rückerstattung der Gebühren haben. Das hat die italienische Verkehrsbehörde in Rom angeordnet, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

    Demnach steht Autofahrern dann eine Entschädigung zu, wenn sich die übliche Fahrtzeit wegen einer Baustelle auf der Autobahnstrecke erheblich verzögert. Die Rückerstattung staffelt sich je nach Verspätungsdauer und Länge der Strecke wie folgt:

    • Teilerstattung ab einer Verzögerung von zehn Minuten auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern
    • Teilerstattung ab einer Verzögerung von fünfzehn Minuten auf einer Strecke über 50 Kilometern
    • Vollständige Erstattung ab einer Verzögerung von drei Stunden

    Wie hoch die Teilerstattung der Mautgebühren ausfällt, sollen die Autobahnbetreiber unter Einhaltung von Behördenvorgaben selbstständig festlegen. Allerdings wird die Entschädigung erst dann ausgezahlt, wenn der zu erstattende Betrag über einem Euro liegt. Bei geringeren Beträgen entfällt der Anspruch. Die Rückerstattung greift zudem nicht bei sogenannten Notfall-Baustellen, Verkehrsunfällen sowie wetterbedingten Störungen.

    Die Beantragung der Rückerstattung soll über eine App abgewickelt werden, in der alle Betreiber von privaten Autobahnen vertreten sind. Weitere Details zur Umsetzung sind derzeit noch nicht bekannt. Die neue Regelung soll ab dem 1. Juni 2026 zunächst für die Strecken in Kraft treten, die vollständig von nur einem Anbieter betrieben werden. Reisende in der Sommer-Hauptsaison könnten also bereits von den Maut-Rückerstattungen profitieren. Allerdings ist in diesem Zusammenhang eine entscheidende Frage noch nicht geklärt.

    Gilt die Maut-Rückerstattung bei Stau auch für deutsche Gardasee-Touristen?

    Nach Angaben der dpa bleibt bislang offen, inwiefern die Rückerstattung der Mautgebühren auch für ausländische Autofahrer möglich sein wird. Ob also auch die zahlreichen Deutschen, die mit ihren Pkws auf italienischen Autobahnen unterwegs sind, im selben Maße Anspruch auf die Entschädigung haben wie italienische Autofahrer, bleibt abzuwarten.

    Falls die Neuregelung auch für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen greifen sollte, können Reisenden aus Deutschland in Richtung Gardasee bei Stau durchaus Maut-Rückerstattungen zustehen. Denn der schnellste Weg dorthin führt laut dem Routenplaner des ADAC über die kostenpflichtige Brennerautobahn A22.

    Wer sich die Mautgebühren lieber von vornherein sparen möchte, kann auf dem Weg zum Gardasee stattdessen auf die kostenfrei befahrbare Schnellstraße SS12 ausweichen, die unweit der A22 verläuft. Da die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Schnellstraßen mit 110 km/h niedriger angesetzt ist als auf der Autobahn mit 130 km/h, sollte man für diese alternative Route allerdings etwas mehr Zeit einplanen.

    Übrigens: Bei der Anreise mit dem Auto zum Gardasee sollten Touristen unbedingt die geltenden Verkehrsregeln beachten, da ihnen ansonsten hohe Bußgelder drohen. Wer bequem und zeitsparend von einem Ufer zum anderen kommen möchte, kann hierfür eine der Autofähren am Gardasee nutzen.

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