Der Gardasee zählt zu den beliebtesten Urlaubsorten der Deutschen und zieht jedes Jahr unzählige Touristen an. Hier kann man nicht nur entspannt im See baden, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten für einen Aktivurlaub nutzen – von Klettern über Kitesurfen bis hin zu Wanderungen.
Doch je gefragter das Reiseziel, desto größer auch der Ansturm. So bleiben die Folgen von Massentourismus am Gardasee nicht aus: Überlastete Infrastruktur, lange Wartezeiten an Sehenswürdigkeiten und auch die Umwelt leidet zunehmend unter den Besucherzahlen. Dabei gibt es rund um den Gardasee durchaus Alternativen, die einen Besuch wert sind. Eine italienische Stadt ist sogar von drei Seen umgeben und dazu noch deutlich weniger bekannt.
Geheimtipp: Wo liegt die Gardasee-Alternative?
Gleich drei Seen umgeben die italienische Stadt Mantua, auf Italienisch Mantova. Im Norden Italiens, in der Region Lombardei, liegt die kleine Stadt, die laut dem Online-Portal gardasee.it zu den schönsten – und zugleich zu den am meisten unterschätzten – Städten Italiens zählt. Viele Reisende fahren auf dem Weg zur Adria einfach an ihr vorbei, ohne zu ahnen, was ihnen entgeht.
Dabei ist Mantua vom Gardasee nur einen Katzensprung entfernt: Rund 40 Kilometer trennen die beiden Ziele, sodass sich die Stadt auch ideal für einen Tagesausflug eignet. Die Strecke führt laut dem Portal über eine landschaftlich reizvolle Route entlang von Flüssen und durch sanfte Moränenhügel. Auch mit dem Fahrrad lässt sich die Region entspannt erkunden: Von Peschiera del Garda am Gardasee geht es entlang des Flusses Mincio, vorbei am mittelalterlichen Wassermühlendorf Borghetto sul Mincio und weiter durch die hügelige Moränenlandschaft bis nach Mantua.
Sehenswürdigkeiten in Mantua: Lohnt sich ein Besuch wirklich?
Jahrhundertelang wurde das Städtchen vom Adelsgeschlecht des Hauses Gonzaga regiert – einer der bedeutendsten Fürstenfamilien der Renaissance. Und das zeigt sich dem Online-Portal gardasee.de zufolge bis heute: prächtige Villen, Paläste und kunstvoll gestaltete Plätze prägen das Stadtbild. Gerade für Kunst- und Kulturinteressierte ist Mantua laut gardasee.it daher ein echtes „Juwel“. In der Altstadt reihen sich Bauwerke, Museen und Paläste aneinander, die nicht nur architektonisch beeindrucken, sondern auch künstlerisch viel zu bieten haben. So können Besucher etwa im Palazzo Ducale noch Fresken des italienischen Renaissancemalers Andrea Mantegna bewundern.
Seit 2008 führt die UNESCO die Altstadt von Mantua als Weltkulturerbe. Ausgezeichnet wurde sie für ihre außergewöhnliche städtebauliche Entwicklung: Spuren aus der Römerzeit sind ebenso erhalten wie Bauwerke aus dem 11. Jahrhundert. Besonders prägend ist jedoch die Renaissance, in der die Stadt im 15. und 16. Jahrhundert durch bedeutende Architekten wie Leon Battista Alberti und Giulio Romano erweitert wurde. Zusammen mit den Werken Mantegnas macht das Mantua zu einer der bedeutendsten Renaissance-Städte Italiens.
Neben Kunst und Kultur hält die Stadt auch weitere Freizeitmöglichkeiten bereit. Besucher können durch idyllische Gärten schlendern, entlang der Seen spazieren oder die Umgebung bei einer Bootsfahrt entdecken – Aktivitäten, für die man sich gardasee.it auf jeden Fall Zeit nehmen sollte.
Ein besonderes Highlight ist gardasee.de zufolge das jährlich stattfindende Literaturfestival Festivaletteratura. Es zählt zu den bekanntesten und renommiertesten Literaturveranstaltungen Italiens. Seit 1997 strömen jeden Spätsommer etwa 100.000 Literaturbegeisterte aus dem In- und Ausland in die Stadt. Dieses Jahr findet das Festival vom 9. bis zum 13. September 2026 statt.
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