Am Flughafen Palma de Mallorca starten und landen nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena jährlich knapp 33,3 Millionen Mallorca-Urlauber. Wer mit dem Flugzeug nach Mallorca reist, muss sich nun allerdings auf strengere Regelungen bei der Mitführung und Nutzung gewisser elektronischer Geräte einstellen. Das gilt zumindest für eine große deutsche Airline, die regelmäßig Flüge nach Mallorca anbietet. Um welche Gegenstände geht es dabei – und was müssen Fluggäste ab sofort beachten?
Flug nach Mallorca: Welche Gegenstände dürfen nicht mehr an Bord genutzt werden?
In sämtlichen Flügen der Lufthansa wird die Mitnahme und Nutzung von mobilen Zusatz-Akkus (Powerbanks) und anderen elektronischen Geräten eingeschränkt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, gehört zu den größten Neuerungen, dass Powerbanks ab sofort während des Flugs nicht mehr zum Laden von Smartphones, Tablets und Co. eingesetzt werden dürfen. Zudem ist auch das Laden der mobilen Energiespeicher über das Bordnetz untersagt. Von dieser Regelung ausgenommen sind die Ladegeräte nur, wenn sie zur Nutzung notwendiger medizinischer Geräte erforderlich sind.
Bereits seit einigen Jahren ist die Mitnahme von Powerbanks weltweit nur noch im Handgepäck möglich. Aufgrund der von den Lithium-Akkuzellen ausgehenden Brandgefahr verbieten die Sicherheitsrichtlinien des Luftfahrt-Bundesamtes sowie der European Union Aviation Safety Agency (EASA) den Transport im Aufgabegepäck. Im am Flughafenschalter eingecheckten Koffer haben die Geräte also nichts zu suchen.
Wie den Gepäckvorschriften der Lufthansa zu entnehmen ist, darf jeder Fluggast maximal zwei Powerbanks im Handgepäck mit sich führen, solange diese jeweils eine Höchstkapazität von 100 Wattstunden aufweisen. Für leistungsstärkere Ladegeräte muss eine spezielle Transportgenehmigung beantragt werden. Zudem dürfen Powerbanks ab sofort nicht mehr im Gepäckfach über den Sitzen verstaut werden, sondern müssen im Handgepäck unter dem Vordersitz, in der Tasche an der vorderen Rückenlehne oder am eigenen Körper aufbewahrt werden.
Diese Auflagen gelten neben Powerbanks auch für E-Zigaretten und andere batteriebetriebene Inhalatoren.
Bei welchen Airlines gelten die verschärften Auflagen?
Wie eine Lufthansa-Sprecherin der dpa mitteilte, führt die Fluggesellschaft die neuen Einschränkungen ein, um den überarbeiteten Empfehlungen der Flugsicherheitsbehörde EASA nachzukommen. Bei mehreren anderen Airlines würden bereits ähnliche Regelungen gelten oder künftig bevorstehen.
Im vergangenen Jahr hatte die Mitnahme von Powerbanks mehrfach gefährliche Situationen in Flugzeugen herbeigeführt. Nach Berichten des Reisemagazins Travelbook fing etwa im Januar 2025 ein mobiles Ladegerät an Bord einer Maschine der südkoreanischen Fluggesellschaft Air Busan Feuer, woraufhin das Flugzeug vollständig ausbrannte. Im November 2025 geriet auf einem Flug von Air China eine im Gepäckfach verstaute Powerbank in Brand, der jedoch rasch entdeckt und gelöscht werden konnte. Solchen Vorfällen will die deutsche Fluggesellschaft mit den verschärften Regelungen nun offenbar vorbeugen.
Die oben genannten Regeln für die Mitnahme und Nutzung von Powerbanks und E-Zigaretten gelten laut dpa-Meldung ebenso für alle Tochter-Airlines der Lufthansa Group. Dazu zählen:
- Eurowings
- Discover Airlines
- Austrian Airlines
- Brussels Airlines
- Swiss
- Edelweiss
- Air Dolomiti
Fluggäste dieser Airlines würden im Rahmen der Sicherheitsanweisungen an Bord auf die neuen Bestimmungen im Umgang mit elektronischen Geräten hingewiesen, gab die Lufthansa-Sprecherin gegenüber der dpa an. Zusätzlich würden Passagiere bereits vor Antritt des Flugs per E-Mail informiert.
Für Urlauber, die demnächst mit einem der genannten Anbieter nach Mallorca fliegen, gilt also: Bestenfalls sollten Smartphone, Tablet und Co. bereits vor dem Abflug vollständig aufgeladen werden. In einigen modernen Flugzeugtypen sind außerdem USB-Anschlüsse verbaut, über die man die Endgeräte während des Flugs bedenkenlos laden kann. Um diese Möglichkeit nutzen zu können, sollten Passagiere laut dpa idealerweise Ladekabel mit verschiedenen USB-Steckern einpacken.
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