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Mallorca-Touristen müssen ab 2026 deutlich mehr zahlen: Für Bewohner bleibt der Service kostenlos

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Mallorca-Touristen müssen ab 2026 deutlich mehr zahlen: Für Bewohner bleibt der Service kostenlos

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    Mallorca-Urlauber müssen ab 2026 mit einer Preiserhöhung von 50 Prozent für einen Service rechnen.
    Mallorca-Urlauber müssen ab 2026 mit einer Preiserhöhung von 50 Prozent für einen Service rechnen. Foto: cristianbalate, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die Vorstellung eines perfekten Urlaubstags auf Mallorca ist schnell lebendig: Die Sonne funkelt auf dem türkisfarbenen Meer, warme Brisen streifen durch die Straßen von Palma, und in den engen Gassen duftet es nach typisch mallorquinischen Speisen. Mallorca, ein Ort der Erholung und des Genusses, bietet eine Auszeit vom Alltag. Aktuell spielt der öffentliche Nahverkehr auf Mallorca – ein unverzichtbares Element, um die Insel zu erkunden – eine große Rolle in den Medien. Denn Touristen, die mit einem öffentlichen Bus zum Strand oder zu einer Sehenswürdigkeit fahren wollen, müssen ab 2026 tiefer in die Tasche greifen.

    Auf Mallorca gibt es verschiedene Verkehrsgesellschaften, die sich um den öffentlichen Personen- und Nahverkehr auf der Insel kümmern, darunter die Serveis Ferroviaris de Mallorca (SFM), die die Bahn- und die Metroverbindungen auf der Insel betreibt, und den Consorci de Transports de Mallorca (TIB), der für die Überland-Busse auf der Insel zuständig ist, informiert das Online-Magazin Reisereporter. Die dritte Gesellschaft im Bunde, die Empresa Municipal de Transportes (EMT), betreibt demnach 40 Linien, die die Hauptstadt Palma mit den Nachbargemeinden Marratxí, Calvià und Llucmajor verbinden. Für die mehr als 60 Millionen Fahrgäste, die laut dem Mallorca Magazin jährlich mit Linien von EMT fahren, gibt es nun unerfreuliche Nachrichten – zumindest für diejenigen von ihnen, die den Busanbieter im Urlaub nutzen wollen.

    Auf Mallorca müssen Touristen ab 2026 mehr für Bustickets zahlen – Einwohner fahren kostenlos

    Wie die Mallorca Zeitung berichtete, hat die Stadtverwaltung von Palma am Freitag, dem 14. November 2025, einen Vorschlag von EMT angenommen, den Tarif für Einzelfahrscheine in Palma und Umgebung ab 2026 anzuheben: von derzeit zwei Euro auf drei Euro. Das entspricht einer Preissteigerung von 50 Prozent für Bustickets. Das gilt allerdings nur für Touristen und nicht gemeldete Zweithausbesitzer auf Mallorca, etwa Eigentümer von Ferienhäusern.

    Einwohnerinnen und Einwohner von Mallorca können hingegen weiterhin kostenlos fahren. Die spanische Zentralregierung hatte am Donnerstag, dem 13. November, beschlossen, die kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Zeitfahrkarten auf den Balearen und den Kanarischen Inseln weiterzuführen, berichtete das Mallorca Magazin. Diese Regelung gibt es laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) schon seit drei Jahren: Seit 2022 subventioniert Spanien den öffentlichen Nahverkehr in vielen Regionen erheblich – von kostenlosen Monatskarten bis hin zu komplett kostenlosem Verkehr. Finanziert wird das durch öffentliche Mittel aus Steuern, die überwiegend von den Einheimischen getragen werden.

    Laut dpa blieb zunächst unklar, ob auch die Tarife für Fahrten zum und vom Flughafen Palma, die derzeit fünf Euro kosten, sowie zum Hafen, für die man derzeit drei Euro zahlen muss, erhöht werden.

    Mallorca: Warum werden die Buspreise im Raum Palma angehoben?

    Die EMT begründete die Erhöhung des Einzelfahrscheinpreises laut Mallorca Zeitung mit dem Anstieg der Betriebskosten seit 2019 um fast 44 Prozent. Darüber hinaus wurde der reguläre Preis des Einzelfahrscheins seit Februar 2020 nicht verändert, obwohl die operativen Kosten in dieser Zeit erheblich gestiegen seien. Die EMT betonte, dass der Dienst grundsätzlich „hohe Betriebskosten aufweist und strukturell defizitär“ sei.

    Mit der nun beschlossenen Maßnahme sollen die Tarife an die tatsächliche Kostenentwicklung angepasst werden, um eine ausreichende finanzielle Absicherung und eine nachhaltige Verwaltung des Angebots zu sichern.

    Preiserhöhung nur für Touristen: Ist das legal?

    Es stellt sich die Frage: Ist eine solche selektive Preiserhöhung – nur für Mallorca-Urlauber – mit dem EU-Recht vereinbar? Walther Michl, Experte für das Diskriminierungsverbot im Europarecht, äußerte sich auf Nachfrage des Reisereporters wie folgt: „Wenn diese Regelung tatsächlich daran anknüpft, dass der melderechtliche Wohnsitz auf den Balearen ist, halte ich das für einen Verstoß gegen das EU-Recht, konkret gegen die Dienstleistungsfreiheit und das allgemeine Verbot der Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit.“

    Laut Michl stellt die Steuerlast der Einheimischen, gemäß der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, keinen ausreichenden Rechtfertigungsgrund dar. Ob die Preiserhöhung für Busfahrten möglicherweise doch noch an diesem rechtlichen Einwand scheitern könnte, bleibt offen.

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