Ein Urlaub in der Türkei lohnt sich nicht nur zur Hauptreisesaison im Frühjahr und Sommer. Auch in den Wintermonaten hat das Land einiges an Attraktionen und Aktivitäten zu bieten. Tatsächlich lassen sich einige Sehenswürdigkeiten in der kalten Jahreszeit umso mehr genießen. In der Pamukkale nachempfundenen Thermalanlage Altınkale können Besucher aktuell mit dem Zusammentreffen von Hitze- und Kälteextremen ein besonderes Naturschauspiel bewundern.
Künstlich erbautes Pamukkale: Was gibt es in Altınkale zu sehen?
Die Kalksteinterrassen von Pamukkale zählen zu den bekanntesten Touristenattraktionen in der Türkei und wurden bereits 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die beeindruckende Landschaft aus strahlend weißen Kalkgesteinsformationen und natürlichen Wasserbecken liegt im Südwesten der Türkei und zog bereits in der Antike zahlreiche Besucher an. Über Jahrtausende formten heiße, mineralhaltige Thermalquellen durch Ablagerungsprozesse die berühmten Terrassen.
Nach diesem Vorbild wurde in der zentralanatolischen Provinz Sivas die künstliche Thermalanlage Altınkale erbaut und Ende 2020 als Touristenattraktion in Betrieb genommen, wie einem Bericht in der Fachzeitschrift International Journal of Rural Development, Environment and Health Research zu entnehmen ist. Die geologische Stätte befindet sich etwa 30 Kilometer westlich vom Zentrum der Stadt Sivas und liegt inmitten des für seine Thermalquell-Vorkommen bekannten Gebiets Sıcak Çermik.
Laut der Website der Provinzverwaltung können Besucher hier auf 40.000 Quadratmetern terrassenartige Formationen aus Travertin-Kalkstein mit verschiedenen Wasserbassins und Springbrunnen erkunden. Anders als in Pamukkale schimmert das Gestein in Altınkale dank des dort entspringenden Thermalwassers mit einem hohen Gehalt an Schwefel, Limonit und Hämatit in goldgelben bis orangeroten Farbtönen. In den flachen Travertin-Pools darf sogar gebadet werden. Dem durchschnittlich 48 Grad warmen Quellwasser in der Region werden heilende und gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.
Altınkale im Winter: Welches Naturschauspiel kann man bei Schnee und Eis bewundern?
In den Wintermonaten wird es in der Region rund um Altınkale frostig kalt – der Klimadatenbank climate-data.org zufolge sinken die Temperaturen auf durchschnittlich minus 2 bis minus 5 Grad. Zu dieser Jahreszeit können Besucher des Thermalparks ein besonderes Naturschauspiel beobachten: Wie der deutsche Ableger der türkischen Tageszeitung Hürriyet berichtet, ergeben sich dort derzeit durch den extremen Gegensatz aus eisiger Winterluft und heißem Thermalwasser faszinierende Szenen, die auch in den sozialen Netzwerken großen Anklang finden.
Während die Landschaft ringsum mit einer dichten Decke aus Schnee und Eis bedeckt ist, steigt deutlich sichtbar der warme Wasserdampf aus den Becken und Springbrunnen auf. Wo das Thermalwasser aus den Erdtiefen zu den Gesteinsterrassen geleitet wird und auf die kalte Außenluft trifft, gefriert es teilweise direkt an den Austrittsstellen. So entstehen zahlreiche auffällige Eisgebilde auf und zwischen den Travertinen. Wer zurzeit im Winterurlaub in der Türkei ist, sollte sich diesen spektakulären Kontrast von Hitze und Kälte also nicht entgehen lassen.
Übrigens: Wer Lust auf Urlaub fernab der Touristenmassen hat, kann verschiedene Reiseziele in der Türkei besuchen, die noch als echter Geheimtipp gelten. Allerdings sollten sich Urlauber bewusst sein, dass nicht alle Regionen des Landes für Touristen sicher sind. So rät das Auswärtige Amt derzeit von Reisen in bestimmte türkische Grenzgebiete ab.
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