Wer Andreas Herz zu Hause besucht, erkennt schnell, wo die Interessen des 25-Jährigen liegen. Gleich mehrere Rechner und Monitore stehen in seinem Zimmer. Computer, das Internet und die damit verbundenen Techniken und Möglichkeiten sind seine Welt. So schnell wie für ihn als Jugendlicher klar war, dass er sein Hobby zum Beruf machen möchte, stand für Andreas Herz 2007 als junger Erwachsener fest, der Piratenpartei bei zu treten.
Anfangs noch oft belächelt, sind die Piraten inzwischen dabei sich fest in der deutschen Parteienlandschaft zu etablieren. Und mit ihnen auch der Kleinaitinger Andreas Herz. Bei der Gründungsversammlung des Piraten-Kreisverbands Augsburg am 14. Januar wählten die Mitglieder Andreas Herz zum stellvertretenden Vorsitzenden. „Die Zeit jetzt, wie sich das entwickelt, ist extrem spannend“, sagt Herz. Denn seit es die Piraten im Herbst 2011 in Berlin in den Landtag schafften, ist die Partei in aller Munde.
Das Programm der Piratenpartei, die ihren Ursprung 2006 in Schweden hatte, habe ihn von Anfang an überzeugt. Deshalb wurde Andreas Herz, dessen Vater einmal für eine Amtsperiode im Kleinaitinger Gemeinderat saß, schnell in der Partei aktiv. 2009 war er nicht nur Mitgründer des Piraten-Bezirksverbands Schwaben, sondern auch der Piraten-Hochschulegruppe in Augsburg.
Dort studierte Herz nach seinem Abitur am Leonhard-Wagner-Gymnasium Schwabmünchen von Herbst 2006 bis Frühjahr 2011 Informatik auf Diplom. „Etwas verändern kann man nur, wenn man drin sitzt und mitbestimmen kann“, sagt Herz über sein Engagement in der Partei.
Für weitere Vereine oder Aktivitäten bleibt Andreas Herz inzwischen keine Zeit mehr. Und schon bald womöglich noch weniger. Denn Andreas Herz denkt darüber nach, sich für die Landtagswahlen 2013 aufstellen zu lassen. In seiner Macht steht das allerdings nicht. Wie alles, werden bei den Piraten auch die Listenkandidaten, basisdemokratisch, also von den Mitgliedern direkt, gewählt.