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Königsbrunn: Stimmungsvoller Start für die Sommerklänge im Lesepark

Königsbrunn

Stimmungsvoller Start für die Sommerklänge im Lesepark

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    80 Besucher auf dem Gelände des Königsbrunner Mercateums und weitere Zaungäste erfreuten sich an der Musik zum Auftakt der „Sommerklänge im Lesepark“.
    80 Besucher auf dem Gelände des Königsbrunner Mercateums und weitere Zaungäste erfreuten sich an der Musik zum Auftakt der „Sommerklänge im Lesepark“. Foto: Andrea Collisi

    Ein bisschen Glück gehört auch zu einer gelungenen Veranstaltung: Fast mit den letzten Tönen der Zugabe, fing es beim Eröffnungskonzert der „Sommerklänge im Lesepark“ am Mercateum an zu tröpfeln. Doch zuvor konnte das Königsbrunner Blasorchester beim Auftakt der sommerlichen Veranstaltungsreihe des Kulturbüros endlich wieder zeigen, was es kann.

    Wer letztlich glücklicher und erleichterter war, dass die Eröffnung des Kultursommers so stattfinden konnte, kann man kaum sagen. Kulturbüroleiterin Rebekka Ribarek sagte: „Wir hätten gerade diese Eröffnung im Gegensatz zu den anderen kommenden Veranstaltungen des Kultursommers bei Regen nicht in die Innenräume des 955 verlegen können wegen zu vieler Personen in einem Raum.“ Deshalb sei man extra-froh, dass das Wetter hielt.

    Froh waren auch die in großer Zahl gekommenen Kulturfreunde Königsbrunns über die Serenade im Freien. Gut organisiert vom Kulturbüro waren Einzel-, Zweier- oder Familienbestuhlungen im Lesepark für 80 Besucher verteilt – mehr waren aufgrund der Corona-Auflagen nicht zugelassen. Die Musiker des Königsbrunner Blasorchesters waren glücklich, dass sie endlich einmal wieder spielen konnten.

    Königsbrunner Musiker proben unter besonderen Umständen

    Wie Vorsitzender Walter Schuler erklärte, hatten die Musiker nach dem pandemiebedingt ausgefallenen Frühjahrskonzert ja viele Monate gar nicht mehr miteinander üben dürfen. In den vergangenen drei Wochen wurde, um die Abstandsregeln einzuhalten, entweder im Schulhof bei schönen Wetter oder in der Lagerhalle eines Musikers für das Konzert geprobt.

    „Wir sind wirklich überglücklich wieder vor Publikum spielen zu können“, unterstrich Schuler. Er dankte allen Musikern, dass diese sich teils auch in ihren Sommerferien zum Üben und für den Auftritt frei gemacht haben. Hier würde man eben wieder spüren, dass man mehr sei, als nur Menschen, die gemeinsam musizieren. Man sei eine über Jahrzehnte zusammengewachsene Gemeinschaft von Freunden oder Familie.

    Mit viel Engagement und Gespür für die Nuancen leitete Interims-Dirigent Eduard Hampp das Blasorchester.
    Mit viel Engagement und Gespür für die Nuancen leitete Interims-Dirigent Eduard Hampp das Blasorchester. Foto: Andrea Collisi

    Schuler dankte besonders dem Hiltenfinger Eduard Hampp, bekannt auch als Manager der schwäbischen Spitzenkapelle „Blech & Co“, dass er sich in alter Verbundenheit derzeit als Interims-Dirigent zu Verfügung stellt: „Der Edi ist wirklich einer, der nicht Nein sagt, um Freunden auszuhelfen, aber meine Musiker lieben ihn auch alle“, freute sich Schuler.

    Blasorchester Königsbrunn liefert ein buntes Programm

    Zuvor hatte Eduard Hampp gezeigt, dass er selbst auch einen Gewinn für das Konzert bedeutete. Mit Charme moderierte er durch den Abend und führte die Musiker mit Engagement und feinem Gespür – ob Marsch, ob Polka, Walzer oder andere Genres wie moderne Arrangements von verschiedenen Abba-Titeln, adaptierte Rocknummern oder Reinhard Fendrichs beliebtes „Weusd a Herz hast wia a Bergwerk“. Ein buntes Programm bot das Blasorchester mit auch einigen solistischen Einlagen von Armin Weser (Klarinette), Nina Hämmer (Saxofon), Werner Echter (Flügelhorn) oder den Schlagwerkern, um nur einige zu nennen. Nicht fehlen durften Ernst Moschs Egerländer Kompositionen mit beispielsweise „Mondschein an der Eger“, ebenso wenig die Ode an das Land Tirol.

    „Richtig schön war es, und der Dirigent kitzelte so viel Freude und Spaß bei den Musikern hervor“, lobte Zuhörerin Birgit Zahn und Rosemarie Geirhos, die mit zwei Freundinnen mit dem Rad von Bobingen herübergekommen war, fühlte sich an Jugendzeiten in Zusmarshausen zurückerinnert, wo sie selbst in der Musikkapelle gespielt hatte. „Es ist halt einfach schön zusammen zu musizieren, da wächst auch Herzensbildung und bringt viel Freude“, unterstrich sie weiter. So sahen es wohl alle, denn es gab kräftig Applaus im Lesepark und auch draußen bei den Zaungästen, die das Konzert vom Vorplatz des Leseparks aus verfolgt hatten.

    Mehr zur Situation des Blasorchesters und zur Konzertreihe lesen Sie hier:

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