Langenneufnach/Stauden Mit der Silberdistel unserer Zeitung wurde jetzt die Rumänienhilfe Stauden ausgezeichnet. Redaktionsleiter Pitt Schurian überreichte die Auszeichnung an die beiden Vorsitzenden Martin Böck und Peter Greiner. Die Jahreshauptversammlung des rührigen Vereins im Café Burgberg in Walkertshofen bot den passenden Rahmen für die kleine Feierstunde. Pitt Schurian sagte in seiner Laudatio, dass die Augsburger Allgemeine und ihre Lokalredaktionen bewusst sparsam mit dieser Auszeichnung für besondere Verdienste im Ehrenamt umgingen.
Die Silberdistel zeige in der Natur Glanz und die Ausstrahlungskraft, sie behaupte sich dabei selbst unter schweren Bedingungen, blühe oftmals im Verborgenen. Daher sei sie für die Augsburger Allgemeine und ihre Heimatausgaben seit rund 30 Jahren das Symbol für besondere Leistungen im Ehrenamt, so Schurian. Die Darstellung auf einer Schiefertafel wird jeweils eigens von der alten Silberschmiede in Augsburg gefertigt.
Mit der Verleihung ihrer Silberdistel rückt die Schwabmünchner Allgemeine die Rumänienhilfe Stauden ins Rampenlicht. Meist arbeiten die gut 30 Vereinsmitglieder das ganze Jahr über im Verborgenen. Höhepunkt ist alljährlich ein groß angelegter Hilfskonvoi. Dann opfern die Helfer aus den Stauden eine gute Woche ihres Urlaubs und bringen – meist mit mehreren Sattelzügen – Kleidung und andere Hilfsgüter des täglichen Bedarfes in das arme Land hinter den Karpaten.
Nach jedem Hilfstransport beginnt die Vorarbeit für die nächste Fahrt. Martin Böck: „Kaum sind wir wieder zurück in den Stauden, da beginnen die Planungen schon bald wieder von Neuem.“ Seit 1990 zunächst unter der Flagge des Roten Kreuzes unterwegs, gründeten Martin Böck und seine Mitstreiter im September 2002 einen eigenen Verein. Hauptziel der Rumänienhilfe Stauden ist nach wie vor die 1800 Kilometer entfernte Universitätsstadt Iasi und deren Umland an der moldawischen Grenze. Hier steuern sie mit ihren Hilfskonvois alljährlich eine ganze Reihe von Abladestationen an: Waisenhäuser, Behindertenheime, Schulen, Krankenhäuser und die Frauenvereinigung von Iasi stehen auf der Liste. Der Kontakt in die nordöstlichste Ecke Rumäniens kam seinerzeit durch Professor Dr. Ioan Constantinescu zustande, der an der Augsburger Universität als Gastdozent tätig war.
Der Termin für den kommenden Hilfstransport steht bereits fest: Vom 6. bis zum 13. Mai macht sich der nächste Konvoi – dann bereits im 21. Jahr – auf die lange Reise nach Rumänien.