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Alarmrotte: Eurofighter stehen für Bereitschaft bei Zwischenfällen im Luftraum

Landkreis Augsburg

Ein Heiratsantrag in großer Höhe?

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    Eurofighter zogen Anfang der Woche diese Ringe über der Region.
    Eurofighter zogen Anfang der Woche diese Ringe über der Region. Foto: Verena Meitinger

    Ein Heiratsantrag? Oder vielleicht ein Liebesbeweis? Mit etwas Fantasie werden die Kondensstreifen am Himmel zu zwei Ringen. Aufgefallen sind sie am Dienstag Verena Meitinger aus Wehringen. Die vergängliche Kunst in großer Höhe hat einen ernsten Hintergrund. Die Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders aus Neuburg üben Abfangmanöver - und fliegen dabei auch nebeneinander enge Kurvenradien.

    Alarmrotte: Was im Ernstfall passiert

    Die Übungen ähneln sich: Die Kampfflugzeuge müssen sich einem unbekannten Flugobjekt nähern und es identifizieren. Im Ernstfall meldet sich die Deutsche Flugsicherung, wenn es keinen Kontakt zu einem Luftfahrzeug gibt, es vom Kurs abweicht oder ein Notfall eintritt. Innerhalb von wenigen Minuten steigt dann die so genannte Alarmrotte (QRA) auf. Sie besteht aus zwei Eurofighter-Jets, den Besatzungen und der Mannschaft am Boden. Die Alarmrotte hat rund um die Uhr Bereitschaft. Das heißt: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Sobald die Alarmierung eingeht, müssen die beiden Piloten mit ihren Maschinen, die mit Luft-Luft-Raketen bewaffnet sind, innerhalb von 15 Minuten mit ihren Kampfflugzeugen in der Luft sein.

    Ein Eurofighter der Neuburger Alarmrotte startet auf der Startbahn 09 und hebt Richtung Osten ab.
    Ein Eurofighter der Neuburger Alarmrotte startet auf der Startbahn 09 und hebt Richtung Osten ab. Foto: Wolfgang Diwisch

    Das übliche Szenario in der Luft sieht vor: Wenn kein Funkkontakt mehr besteht, fliegt die Alarmrotte heran und kommuniziert mit den Piloten mittels international standardisierter Sichtzeichen. Ist der Fehler behoben, kehren die Eurofighter zu ihrem Stützpunkt zurück. Und wenn nicht? Die Eurofighter können fremde Flugzeuge durch den deutschen Luftraum eskortieren oder zu einer Landung zwingen. Im Notfall auch mit der Bewaffnung.

    Das ist die häufigste Ursache für Einsätze

    Meistens steigt die Alarmrotte auf, weil der Funkkontakt zu zivilen Flugzeugen fehlt. Die Zahl der Alarmstarts ist vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gestiegen - besonders im Bereich der zuständigen Alarmrotte Nord der Luftwaffe. 20 Mal kam es dort im vergangenen Jahr zu einem Schnellstart.

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