Der Augsburger Naturforscher und Historiker (1911-1991) war bienenfleißig. So recherchierte er in den 1980er Jahren die Geschichte der im 6. Jahrhundert erfolgten Besiedelung der Stauden durch die Alemannen. Er nahm damit dieses waldreiche Gebiet mit viel Empathie für diese geschichtsträchtige Landschaft unter seinen wissenschaftlichen Blickwinkel. In diesem Zusammenhang erläuterte er auch die dortigen für die Alemannen Heiligen Haine im Bereich von Quellen und Brunnen und den sich anschließenden Bachläufen. Es waren Brunnenheiligtümer, denen man Opfergaben übergab und an denen Gebete gesprochen oder wichtige Beschlüsse vollzogen oder vorbereitet wurden. Etwas mystisch und geheimnisvoll ist es dort noch immer. Heinz Fischer beschreibt diese Orte so: „Zum unmittelbaren Quellbereich sind die Alemannen im Bewusstsein der Einheit von Natur und Mensch voll Bewunderung und Dankbarkeit ihren Göttern gegenüber barfuß aufwärts gewatet. Es war Gottesdienst.“ Drei solcher Orte sind heute noch unschwer erlebbar: Wie Perlen aufgereiht am grünen Band der südlichen Stauden zwischen Tussenhausen, Markt Wald – mit seinem, sozusagen, die drei Quellen bewachenden märchenhaften Fugger´schen Schloss – und Siebnach.
Bobingen
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren