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Dringlichkeitsantrag der Bürgerinitiative „Kein Windpark in den Westlichen Wäldern“

Bobingen

Windpark: Bürgerinitiative fordert Stopp des Genehmigungsverfahrens

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    Wie gefährlich ist Infraschall? Diese Frage beschäftigt die Bürgerinitiative „Kein Windpark in den Westlichen Wäldern“.
    Wie gefährlich ist Infraschall? Diese Frage beschäftigt die Bürgerinitiative „Kein Windpark in den Westlichen Wäldern“. Foto: Massimo Cavallo, Stockadobe

    Mit einem Dringlichkeitsantrag wendet sich die Bürgerinitiative „Kein Windpark in den Westlichen Wäldern“ rund um Mario Weidele an den Augsburger Landrat Martin Sailer. Im Kern wird gefordert, das laufende Genehmigungsverfahren für den geplanten Windpark Bobingen auf unbestimmte Zeit zu unterbrechen. Als Grund nennt die Initiative angeblich massive gesundheitliche Bedenken wegen Infraschalls.

    „Neueste Messmethode“ soll angewendet werden

    Laut der Initiative seien die derzeit angewandten Messmethoden „veraltet“ und würden die tatsächliche Infraschallbelastung nicht ausreichend abbilden. Gefordert wird stattdessen die Anwendung „der neuesten Messmethode“. Obwohl das Umweltbundesamt den Behörden laut der Initiative Spielraum bei der Wahl der Methode lasse, liege die letzte Verantwortung für den Schutz der Bürger beim Landrat.

    Der Hauptunterschied der Messmethoden lässt sich grob so beschreiben: Die eine filtert Schall ähnlich dem menschlichen Gehör und wird verstärkt für den Lärmschutz genutzt. Die andere - laut der Aktionsgemeinschaft die „neueste“ - misst alle Frequenzen linear, also ohne Dämpfung. Sie wird für technische Analysen herangezogen. Das „veraltete Messverfahren“ erfasse die pulsierenden Spitzen der Druckemissionen des Infraschalls nicht, so der Vorwurf der Initiative. Die exakte Ermittlung der Gefahr durch Infraschall gehöre mit ins laufende Genehmigungsverfahren.

    Abstände zu bewohnten Bereichen sollen vergrößert werden

    Drei Kernforderungen an das Landratsamt werden erhoben: Abhängig vom Geländeprofil wird ein Mindestabstand von drei bis fünf Kilometern zur Wohnbebauung gefordert. Für den Ortsteil Burgwalden sollen es explizit fünf Kilometer sein. Außerdem soll das Verfahren unterbrochen werden, um zunächst an bestehenden Anlagen mit moderner Technik die tatsächliche Gefährdung durch Infraschall bei Großanlagen zu ermitteln. Die Initiative hält zudem fest, dass das Vorsorgeprinzip vor dem Ausbau steht. Der Schutz der Gesundheit müsse Vorrang vor der Errichtung neuer Windenergieanlagen haben. (AZ)

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