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Einbrüche bei Optikern: Polizei warnt vor bundesweitem Phänomen

Landkreis Augsburg

Einbrüche bei Optikern in Bobingen und Schwabmünchen: Polizei spricht von einem Phänomen

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    Auf hochwertige Brillen haben es Kriminelle abgesehen: Einbrüche in Optikergeschäfte kommen immer wieder vor.
    Auf hochwertige Brillen haben es Kriminelle abgesehen: Einbrüche in Optikergeschäfte kommen immer wieder vor. Foto: Rolf Vennenbernd, dpa

    Der Schaden ist immens: Brillen im Wert von über 100.000 Euro wurden in der ersten Mai-Woche aus einem Optikergeschäft in Bobingen gestohlen. Tage zuvor hatten zwei Männer in Schwabmünchen versucht, das Fenster eines Optikers aufzuhebeln. Sie wurden gestört und flüchteten anschließend. Die Polizei prüfte einen Zusammenhang. Doch eines ist bereits jetzt klar.

    Einbruchsdiebstähle in Optikergeschäfte stellen ein bundesweit verbreitetes, bei der Polizei bekanntes Phänomen dar. In Bayern werden laut Auskunft des Präsidialamts des Landeskriminalamts (LKA) vereinzelt Fälle registriert, die diesem Muster folgen. Im vergangenen Jahr war es eine niedrige zweistellige Anzahl von Einbrüchen.

    Hoher Wert an einem Ort lockt Kriminelle an

    Der Grund, warum ausgerechnet Optiker Ziel von Kriminellen sind, ist klar: „Dies liegt unter anderem an der Wertkonzentration, der hohen Beuteerwartung, der Art der Warenpräsentation, der Möglichkeit zur schnellen Tatausführung, der guten Verwertbarkeit der Beute und schließlich auch an den oft unzureichenden Sicherungsmaßnahmen. Für Einbrecher ergeben sich dadurch Anreize“, teilt das LKA mit.

    Was tun? Gegen Einbrüche schützen mechanische Sicherungen, die Einbrecher möglichst lange beschäftigen und damit auch das Entdeckungsrisiko steigern. Alle Zugänge zum Geschäft müssten dabei berücksichtigt werden, also Zugangstüren, auch aus dem Gebäude, Fenster, Schaufenster und ggf. Kellerfenster bis hin zu einfachen Trockenbauwänden in Einkaufszentren. Empfohlen werden geprüfte und am besten zertifizierte einbruchhemmende Fenster und Türen. Allerdings ist auch eine Nachrüstung bestehender Konstruktionen häufig möglich. Für den gewerblichen Bereich gibt es laut LKA auch besondere Sicherungen wie Rollgitter.

    Auch Alarmanlagen können helfen

    Einen wichtigen zusätzlichen Schutz würden Einbruchmeldeanlagen bieten. Sie verhinderten zwar keinen Einbruch, erhöhten aber für den Einbrecher das Risiko, nach einem Alarm entdeckt zu werden. Darüber hinaus hat für manche Täter schon das Vorhandensein einer Einbruchmeldeanlage eine abschreckende Wirkung. Sie kann bei einem erkannten Einbruch schnell und gezielt alarmieren - etwa Wach- und Sicherheitsunternehmen oder auch die Polizei.

    In Bobingen drangen Unbekannte über den Keller in das Optikergeschäft in der Bahnhofstraße ein und entwendeten aus der Auslage Brillen in einer mittleren dreistelligen Anzahl. In Schwabmünchen versuchten zwei Männer bei einem Optiker in der Mindelheimer Straße ein Fenster aufzuhebeln. Sie wurden aber gegen 3.30 Uhr von einem Anwohner entdeckt und flüchteten, als er sich bemerkbar machte.

    Polizei: Was gegen „Blitzeinbrüche“ hilft

    Je nach Lage und Erreichbarkeit eines Geschäfts schließen die Experten auch Blitzeinbrüche nicht aus. Zum Einsatz kommt laut LKA schweres Werkzeug wie Gullydeckel oder gestohlene Fahrzeuge. Um zu verhindern, dass Türen und Schaufenster eingedrückt werden, könne ein geeigneter Sockel unter Schaufenstern oder die entsprechende Gestaltung des Zugangsbereichs sinnvoll sein. Als erster Schritt zu mehr Sicherheit sei eine kostenlose Beratung bei der Polizei empfehlenswert. Auch der Versicherer sollte frühzeitig eingebunden werden. Die nächstgelegene (Kriminal-)polizeiliche Beratungsstelle kann auf der Internetseite www.k-einbruch.de abgefragt werden, aber auch zusätzliche Informationen zum Einbruchschutz, auch speziell für Gewerbetreibende.

    • Hinweise zu den aktuellen Fällen im südlichen Landkreis nimmt die Kriminalpolizei Augsburg unter der Telefonnummer 0821/323-3821 entgegen.
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