Das Lager der Lechfeld-Highlander steht den Besuchern in Wehringen offen. Foto: Anja Fischer
Hoch geht es her auf dem Lagerplatz der Lechfeld-Highlander. Dort wird das Mittelalterleben nicht nur für die Teilnehmer zur Realität. Auch die vorbeilaufenden Besucher können sich bei Malcom McDuibhne alias Marco Müller und seinen Freunden nach der Geschichte und den Darstellungen der Highlander erkundigen.
Bereits seit 26 Jahren sind die Lechfelder in Sachen Mittelalter unterwegs, ein Faschingsmotto brachte sie einst darauf. Nach dem Film „Highlander“ suchten sie die passenden Kostüme für die Faschingssaison – und landeten in der Mittelalterszene mit dem Wunsch, einmal in Kaltenberg teilzunehmen. Seither sind sie bei den verschiedensten Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken. Auch zum historischen Dorffest nach Wehringen sind sie gerne gekommen, wie Marco Müller erzählt: „Wir suchen uns mittlerweile unsere Veranstaltungen schon aus, gehen nicht mehr zu sehr kommerziellen Sachen.“ In Wehringen sei es super, weil auch die Dorfgemeinschaft zusammenarbeitet und alle an dem Fest beteiligt seien.
Gekocht wird im Kessel über dem Feuer
Die Highlander sind ein wichtiger Bestandteil des historischen Teils. Sie zeigen das Lagerleben: schlafen in den Zelten, Essen kochen im großen Kessel über dem Feuer. Dazu erklären sie Besuchern gerne, welche Gegenstände sie dabeihaben und welche Aufgabe diesen zukommt. „Wir haben beispielsweise die großen schottischen Langschwerter dabei, mit denen konnten früher die Pferde der Gegner bei einem Angriff abgewehrt werden“, sagt Müller. „Das heißt aber nicht, dass alle Schotten mit dieser Waffe herumliefen.“ Man müsse sich eben mit der Geschichte und Historie seines Lagers und Zeitalters beschäftigen, dann könne man den Besuchern auch etwas erzählen. Diese sind im schottischen Lager gern gesehen. Anders als bei anderen halten keine Spannseile die Festgäste davon ab, durch das Lager zu schlendern. „Wir wollen ja zeigen, wie man früher gelebt hat und unsere Geschichte erzählen, da gehört die Interaktion mit den Besuchern dazu“, meint Müller. Es gebe auch Lager, die sich abschotten, für sich bleiben. Da könne man dann halt nur beim Vorbeilaufen hineinschauen.
Viermal im Jahr sind die Lechfeld-Schotten mit ihrem Lager unterwegs
Etwa viermal im Jahr sind die Lechfeldschotten mit ihrem Lagerleben unterwegs, gut 20 von ihnen sind jeden Tag in Wehringen dabei. Insgesamt umfasst die Gruppe etwas mehr als 30 Mitglieder. Was fasziniert diese so am Lagerleben ohne Strom, ohne fließendes Wasser? „Genau das“, sagt Müller. „Du bist weg vom normalen Alltag, hast ein anderes, entspannteres Umfeld. Man sitzt abends gemütlich zusammen am Lagerfeuer, es gibt kein Handy, kein Internet, sondern nur den persönlichen Kontakt. Da kommt man runter und das finde ich spannend.“
Und wie viel Whisky trinken die Schotten an einem langen Lagertag? Marco Müller lacht: „Ausreichend. An guten Tagen mehr, an schlechten weniger. Aber wir genießen lieber, der Wert liegt bei uns mehr auf Qualität als auf Quantität.“
Historisches Dorffest Wehringen: Eindrücke vom ersten Abend
Wehringen taucht ein in eine andere Zeit: Lagerleben und mehr gibt es jetzt im Dorfzentrum. Am ersten Abend des Historien-Spektakels zogen hunderte Teilnehmer ein.
Historisches Dorffest Wehringen: Eindrücke vom zweiten Tag
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